Soziokulturelles Angebot

Initiative stellt Pläne für Pfrontener Bahnhof vor

Bahnhof in Pfronten-Ried
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Neue Pläne: Im Rahmen eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) soll der Bahnhof Pfronten-Ried modernisiert werden.

Pfronten – Der 126 Jahre alte Bahnhof in Pfronten-Ried präsentiert sich seit einiger Zeit als ein verlassener Ort des Stillstandes. Doch nun soll dort neues Leben einziehen: So sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Pfarrheim St. Nikolaus einstimmig dafür aus, die Architektin Dorothea Babel-Rampp damit zu beauftragen, im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des alten Gebäudekomplexes zu erstellen, die zudem mit dem Denkmalamt abgestimmt werden soll.

Die Studie nimmt in erster Linie die Vorschläge einer sich „Gemeinschaftswerk“ nennenden Initiative von elf Pfrontener Bürgern sowie die von Gemeinderat Kilian Trenkle (Pfrontner Liste) unter dem Titel „Kompaktbahnhof & Willkommens-Areal“ vorgetragenen Überlegungen genauer unter die Lupe. Dieses „Gemeinschaftswerk“ stellte Karin Menge den Kommunalpolitikern unter Vorsitz von Bürgermeister Alfons Haf (Pfrontner Liste) vor. Sie ging dabei vor allem auf das Hauptgebäude des Bahnhofs ein. Kilian Trenkle richtete den Fokus seiner Ausführungen dagegen insbesondere auf die benachbarte Güterhalle sowie den Anbau für ein Stellwerk.

Ort für Jung und Alt

Nach den Vorstellungen des „Gemeinschaftswerk“ soll der Pfrontener Bahnhof in seiner künftigen Ausformung „ein Ort werden, wo Jung und Alt zusammenkommen können“, erklärte Menge. Demgemäß stützt die Bürgerinitiative ihre vom Gemeinderat mit viel Zustimmung bedachten Einfälle auf die Säulen Handwerk, Kunst und Kultur, Bildung sowie Gemeinschaft. Laut Karin Menge soll „ein neues soziokulturelles Angebot in Pfronten“ geschaffen werden.

Viel Lob für Trenkle

Ebenso voll des Lobes waren die Pfrontener Gemeinderäte auch hinsichtlich Trenkles Plänen, in der benachbarten Güterhalle ein „Mächlermuseum” einzurichten sowie als Verbindung des Bahnhofs mit der Güterhalle einen Komfort-Warteraum aus Glas zu bauen.

Darüber hinaus stellte Trenkle weitere mögliche Ideen für die Neugestaltung des Lokschuppens und des Bahnhofskiosks vor. Für den Lokschuppen schwebt ihm so beispielsweise eine Nutzung als Sporthalle – etwa zum Bouldern – beziehungsweise Yogaraum vor, während der Bahnhofskiosk in ein Künstlercafé umgewandelt werden könnte.

lex

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