Intakte Landschaft schützen

Hubert Endhardt (mit grünem T-Shirt) informierte mit Mitstreitern Passanten in Füssen über die Initiative zur Errichtung eines Nationalparks Ammergebirge. Foto: Berndt

Die Einstellung des stellvertretenden Landrats und Vorsitzenden des Fördervereins Nationalpark Ammergebirge, Hubert Endhardt, wird auf den ersten Blick klar. So steht auf seinem dunkelgrünen T-Shirt das eindeutige Bekenntnis „Ja zum Nationalpark Ammergebirge“. Das trug er mit einem knappen Dutzend seiner Vereinskollegen kürzlich mit einem Informationsstand am Schrannen- platz in der Füssener Innenstadt in die Öffentlichkeit.

Unter dem Motto „Nationalpark als Chance“ hat der Förderverein in der Vergangenheit bereits verschiedene Vorträge veranstaltet, um seinem Vorhaben, auf einem 230 Quadratkilometer großen Gebiet zwischen dem Lech im Allgäu und der Loisach in Oberbayern den 15. Nationalpark in Deutschland errichten zu lassen, Nachdruck zu verleihen. „Wir wollen die Leute informieren“, unterstreicht Endhardt seine Auffassung, dass von einem Nationalpark, der sich von Füssen bis zur Zugspitze und Schloss Linderhof erstreckt, „alle profitieren.“ Eben auch die so genannten Rechtler, Besitzer von an den Staatsgrund, den der Verein als Nationalpark deklariert haben möchte, angrenzenden Waldstücken, die sich in großer Zahl gegen die Realisierung des Projekts aussprechen. Schließlich trete man dafür ein, „eine weitgehend intakte Landschaft unter Schutz zu stellen“ mit der Absicht, „Natur Natur sein zu lassen“, wie Endhardt betont. Man wolle den Leuten damit „die Natur im Urzustand begreifbar machen.“ Nicht zuletzt könnte dadurch „ein in Deutschland einmaliger Bergmischwald-Nationalpark entstehen.“ Durch diese „naturbelassene Wildnis vor der Haustür“ sehen Endhardt und seine Mitstreiter wie etwa auch Ina Schicker und Roman Seider unter anderem eine Chance, „das Image unserer Region nachhaltig zu verbessern“ beziehungsweise „die Lebensqualität der Menschen in den angrenzenden Regionen zu steigern.“ Nicht nur für sie heiße das aber auch, „natürliche Abläufe, Veränderungen und Entwicklungen in der Natur zu akzeptieren“, was vor allem Schicker an diesem Nachmittag fast unermüdlich und in verschiedenen Sprachen mehreren Passanten zu vermitteln versuchte. Darunter zum Beispiel Elke Werner und ihrem Mann aus Berlin, die sich ausgiebig an dem Infostand beraten ließen und die Überlegungen, in dem bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bereich einen neuen Nationalpark zu errichten, denn auch „gut“ finden, wie Elke Werner erklärte. Allerdings „nicht uneingeschränkt“, sondern nur, wenn hierbei „auch meine große Wertschätzung für die Menschen und die Tiere in der Landwirtschaft eine angemessene Würdigung erfährt.“

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