Intensiver Austausch

Die Zweite Füssener Bürgermeisterin Ursula Lax als ein Gast bei der Sitzung in der „Schlosskrone“ hörte es jetzt gern: Nachhaltiger Tourismus, der im Allgäu eine lange Tradition hat, wird durch (von links) Stefan Fredlmeier, FTM Füssen, Bernd Trinkner, Tourismusverband Ostallgäu, Robert Frei, Geschäftsführer Tourismusverband Ostallgäu, sowie Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, und Landrat Johann Fleschhut qualitätsbewusst mit einer wachsenden Zahl privatwirtschaftlicher Partner in die Zukunft geführt. Foto: cf

Mit 994 691 Gästen wurde im zurück liegenden Tourismusjahr 2011 im Ostallgäu „ein weiterer Höchststand“ erreicht. Nach ergänzenden Angaben des Tourismusverbands Ostallgäu entspricht diese Zahl „einem Plus von 9,3 Prozent“. Dass in den Statistiken „die Balken nach oben gehen“ – wie hier nicht nur Landrat Johann Fleschhut (FW) in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender erfreut feststellt – führen die regionalen Touristiker auf das Konzept zurück, mit dem jetzt Ordnung ins früher wild wuchernde Business der Beherbergungsbetriebe eingekehrt sei.

Vor den insgesamt 40 Teilnehmern, die sich zur Mitgliederversammlung des Tourismusverbands im Füssener Hotel „Schlosskrone“ einen Vormittag intensiv ausgetauscht hatten, machten Fleschhut und Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, ganz deutlich: es geht gemeinsam voran. Das Ostallgäu möchte sich nicht – wie jüngst ein Kommentator beobachtet zu haben glaubte – vom Rest-Allgäu absetzen, sondern lediglich seine Qualitäten in Bereichen wie Gesundheit, Wander- und Radwege oder Kultur noch besser – und dabei immer gern mit Hilfe von guten Partnern – herausarbeiten und überregional bekannt machen. Heute, so hieß es in der Sitzung, „ist unser schönes Allgäu dem einst wesentlich beliebteren Schwarzwald bereits überlegen“. Dass eine Marke bekannt sei, heiße nicht, dass sie viele Leute auch wie ein Magnet anziehe. Auf das Allgäu bezogen machte Regionalmanager Stefan Nitschke unter Beifall deutlich: Wenn es gelingt, Leute durch Werbemittel und Information zum Urlaub in der Region zu bewegen, muss dem Kunden ein versprochenes Erlebnis geboten werden, „sonst verlieren wir ihn wieder“. Ein Beispiel dafür, dass Urlauber und ihre Gastgeber jeweils einen besonderen Wert gewinnen könnten, sei die „KönigsCard“, was Fleschhut mit den aktuellen Zahlen untermauerte: „Vom ersten im nunmehr dritten Jahr unserer Karte stieg die Zahl der Betriebe mit einem entsprechenden Vertrag von 96 auf 330 an.“ Nutzer könnten mit der Karte inzwischen eine hochwertige Museumstour – ohne Eintrittsgelder zu zahlen – unternehmen. Vorsitzender Fleschhut sagte dies auch mit Blick aufs Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau, das „neu in unser Projekt eingestiegen ist“. Weiteres Ziel des Verbands ist auch die kostenlose Nutzung von Bussen für die Besitzer der KönigsCard. Das Geld bleibe natürlich da. „Es wird nur anders und für unsere regionale Wirtschaft vorteilhaft in unterschiedlichen Bereichen ausgegeben“, erläuterte das Management des Verbands, dessen Führungscrew nach dem Vortrag von Rechenschaftsberichten einstimmig entlastet wurde. 50 Prozent seiner Mittel gibt die größere Allgäu GmbH für Marketing aus - und 50 Prozent für den Bereich Entwicklung. „Wir sind bereits auf einem guten Weg, müssen unsere Produkte allerdings noch verbessern“, so Geschäftsführer Bernhard Joachim. Mit Blick auf Füssen Tourismus und Marketing (FTM) erklärte er - ebenso wie zuvor auch Fleschhut: „Allgäu und Ostallgäu sind doch keine Konkurrenten!“ Bestätigt haben den eingeschlagenen Kurs der an einem Strang ziehenden Touristiker - mit dem Akzent auf der Nachhaltigkeit - beispielsweise Statements des Pfrontener Bürgermeisters Beppo Zeislmeier sowie der Zweiten Füssener Bürgermeisterin Uschi Lax. Im Anschluss an die Versammlung war Gelegenheit gegeben, die „Schlosskrone“ zu besichtigen.

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