Das Museum der Stadt Füssen zeigt ab sofort die Ausstellung "So ein Lech"

Die Macht eines Wildflusses

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Freuen sich über die Ausstellungseröffnung: Bürgermeister Paul Iacob (v. l.), Landsbergs Museumsleiterin Sonia Fischer, der stellvertretende Lars Leveringhaus, Füssens Museumsleiter Dr. Anton Englert und Tourismuschef Stefan Fredlmeier.

Füssen – Wenn jeden Tag so viele Besucher in das Museum der Stadt Füssen zu der Ausstellung „So ein Lech“ kommen, wie jetzt bei der Vernissage waren, dürfte sich Museums-Leiter Dr. Anton Englert wohl freuen.

Begrüßte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) doch rund 70 Gäste im Refektorium des ehemaligen Klosters von St. Mang, die einen ersten Eindruck von der Ausstellung mit dem Untertitel „Episoden und Stationen eines Alpenflusses“ bekommen wollten. 

Um einen auf langen Holztischen symbolisierten „Lechsteg“ herumstehend, der den etwa 168 Kilometer langen Verlauf dieses „Wilden“ per Luftaufnahmen darstellt, lauschten die Besucher der Ausstellungseröffnung neben verschiedenen Rednern auch den musikalischen und kabarettistischen Darbietungen von Monica Calla und Doro Heckelsmüller. 

Die beiden Künstlerinnen waren Lech aufwärts aus Landsberg nach Füssen gekommen, um dem gefeierten Fluss nicht nur mit einem „Lechlied“ sowie einem „Gedicht über den Lech“ besonders zu huldigen. Mit schauspielerischen Einlagen wie etwa einem pantomimischen „Heimatfilm“ und weiteren launigen Liedern erwiesen sie dem Lech in ähnlicher Weise ihre Reverenz wie Sonia Fischer, die Leiterin des Neuen Stadtmuseums in Landsberg, das diese Exposition konzipiert hatte.

Fischer äußerte daher „ein wenig Stolz“ über die Ausstellung, die nun in Füssen einzelne Themen in verschiedenen Kabinetten präsentiere und dabei außerdem dokumentiere, dass der Fluss zwei Nationen verbinde. Darüber hinaus erzähle der Lech viele Geschichten, wie zum Beispiel die des Aufstiegs Augsburgs „durch diesen Wildfluss“. Diese Ausstellung zeige zudem unter anderem mittels einzigartiger Landschaftsbilder den Naturraum und den Einfluss des Menschen am Lech, dem Fischer ein wirkungsmächtiges Identifikationspotential beimaß. 

Sie wünschte deshalb, dass die Ausstellung „möglichst viel Lust auf Lech“ mache, der laut Iacob gleichzeitig „eine Grenze und eine Verbindung“ darstelle. 

Buntes Bild

„Eine gute, gelungene Idee“ kommentierte der stellvertretende Landrat Lars Leveringhaus (CSU) schließlich „So ein Lech“. Daher wünschte er der Ausstellung viele Besucher. Ob das in Zukunft immer so viele sein werden, wie anlässlich der Vernissage, muss abgewartet werden.

 Jene, die die Ausstellung im Refektorium des ehemaligen Füssener Klosters besuchen, können sich anhand von historischen Karten, Gemälden und anderen Objekten jedenfalls ein buntes Bild über die verschiedenen Bedeutungen des wilden Flusses für die Menschen in der Region machen.

lex

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