Erhalt des Kiosks am Weißensee

2440 Unterschriften für ein Bürgerbegehren

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Gabriel Guggemos (v. l.), Florian Schneider und Christian Schneider von der Interessengemeinschaft zum Erhalt des bestehenden Kiosks am Weißensee mit 2440 Unterschriften für ein Bürgerbegehren.

Weißensee – Ein Bürgerentscheid über die Zukunft des Kiosks am Weißensee scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein. Innerhalb einer Woche haben Vertreter der Interessengemeinschaft zum Erhalt des bestehenden Kiosks am Weißensee 2440 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. 

Die Gründe für ein Bürgerbegehren zählte Christian Schneider, Mit-Initiator und Stadtrat, am Montag im „Hax´n-Wirt“ auf, wo sich rund 25 Leute zu einem Pressetermin versammelt hatten. So hätten die Verantwortlichen in dieser heiklen Angelegenheit einmal „einen sozialen Fehler“ dadurch begangen, dass „die Menschen übergangen“ worden seien, bei der Frage, was mit dem Kiosk am Seeufer geschehen solle. 

Schneider und seine Kollegen der Interessengemeinschaft fordern, dass der Pavillon neben dem Kiosk erhalten bleibe. Schließlich nutzen diesen Ort viele Menschen und Vereine in Weißensee. Ihrer Meinung nach passe ein „Neubau nicht an diesen Ort“, da man „die Ruhe unten am See erhalten“ wolle. Demnach zerstöre der beabsichtigte Neubau im „viel zu groß ausgewiesenen Baufenster“ die „wunderschöne Liegeweise“. Ein weiterer Grund für die Ablehnung eines neuen Baus und die Erhaltung des bestehenden Kiosks samt WC-Anlagen und Pavillons bestehe laut Schneider in einem ökonomischen Fehler. Immerhin käme die Stadt Füssen ein Neubau mit Kosten „im sechsstelligen Bereich“ wesentlich teurer als die von der Interessengemeinschaft gewünschte Renovierung des Kiosks mit Eigenleistung.

Lösung für Renovierung finden

Im Rahmen dessen solle der Kiosk im Besitz der Stadt Füssen bleiben. „Unser Ziel ist es, dem Wunsch der Weißenseer nachzukommen, das bestehende Kioskareal zu erhalten und mit dem Landratsamt und der Stadt Füssen gemeinsam eine Lösung für mögliche Renovierungsmaßnahmen zu finden“, erklärte Schneider. 

Rechtzeitig vor der Stadtratssitzung am Dienstag, 27. Februar, wolle die Interessengemeinschaft die insgesamt 324 Listen mit 2440 Unterschriften an Bürgermeister Iacob übergeben, „mit der Bitte, einen Bürgerentscheid durchzuführen“, dem man zuversichtlich gegenüberstehe, wie Schneider klar betonte. Damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist, brauchen sie 1070 gültige Unterschriften (neun Prozent der Wahlberechtigten).

Alexander Berndt

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