90 Jahre Edelweiß

Als Geschenk hatten die Premer etwas dabei, was die beiden Lechdörfer verbindet, eine Wiegesäge, wie man sie beim Holzfällen, aber auch beim Flößen benötigt. Foto: gau

Gemeinsam mit dem Patenverein von jenseits des Lechs, aber auch mit den Vereinen aus dem Dorf hat der Trachten- und Heimatverein Edelweiß Lechbruck sein 90-jähriges Bestehen gefeiert. Nach dem Gottesdienst und der Totenehrung zogen die Trachtler zum gemütliche Feiern in die Lechhalle.

Es sei keine leichte Zeit gewesen, einen Trachtenverein zu gründen, erinnerte Helmut Angl an die Gründerjahre. Damals, kurz nach dem Ende des Krieges und eigentlich sieben Jahre, nachdem die ersten Versuche zur Gründung unternommen worden waren, hatten 18 Interessierte doch schließlich Erfolg mit ihrem Tun. Er selbst sei auch eine lange Zeit „Trachtler“ gewesen, so Lechbrucks Bürgermeister, und gerade vor 90 Jahren sei es wichtig, aber eben nicht leicht gewesen, Tradition und Brauchtum zu Pflegen. Oder dieses, wie nach den beiden Weltkriegen, wieder aufleben zu lassen. Dabei erinnerte Angl an die verschiedenen Traditionen, die der Verein um Max Härtle pflege und hochhalte, wie das Funkenfeuer, den Kathreinentanz oder jenes, mit dem die Premer und Lechbrucker heuer besondere Aufmerksamkeit erregt hatten. Darauf ging auch Alfred Sieber ein, der in doppelter Funktion in der Lechhalle sprach – zum einen als zweiter Gauvorstand, zum anderen als Vorstand des Patenvereins der Lecher. So waren die Premer schon vor gut neun Jahrzehnten dabei, als die erste Vereinsfahne geweiht wurde und auch bei der zweiten. Aber die „Paten“ waren es auch, die laut einem Buch für Jahrzehntelange Dissonanz zwischen den Vereinen und den beiden Dörfern am großen Strom gesorgt hatten – waren sie es doch, die 1937 dafür gesorgt hatten, dass der erste Lechbrucker Maibaum zu Feuerholz wurde. So ernst nahm man seinerzeit das Thema Maibaumstehlen und Auslösen. Da sorgte die heurige Aktion, als die Premer wiedereinmal das Traditionsstangerl aus dem Dorf entführt hatten für mehr Erheiterung, gerade auch die Auslöse wurde zum Fest der beiden Vereine. Doch, das gab Max Härtle seinem „Paten“ mit auf dem Nachhauseweg, ehe man in der Lechhalle zum gemütlichen Teil überging: „irgendwann stellt auch ihr mal wieder einen Maibaum auf. Und dann probieren wir es!“

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