Helene Bader kam mit 60 nach Füssen

Das "Mädchen für alles" wird 100

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„Mein Leben“ heißt das Büchlein der 100-jährigen Helene Bader. Bürgermeister Paul Iacob freut sich, es zu lesen.

Füssen – Bei Helene Bader passen 100 Jahre Lebe auf 80 Buchseiten. „Mein Leben“ heißt das Werk, in dem die Jubilarin alles aufschrieb, was ihr im Leben wichtig war.

Mittlerweile lebt die 100-Jährige im BRK-Seniorenheim St. Michael in der Herkomerstraße, wo sie jetzt anlässlich ihres Geburtstags Bürgermeister Paul Iacob (SPD) besuchte. Helene Bader freut sich, wenn sie im gemütlich eingerichteten Zimmer in St. Michael besucht wird.

Paul Iacob, der mit Geschenk und Glückwunschkarte gekommen war, wurde von der Jubilarin mit den Worten begrüßt: „Ich kenne Sie nicht nur aus der Zeitung!“ Bader erinnerte sich im Gespräch mit dem Füssener Bürgermeister auch noch ans Fotostudio Iacob. „Es war bei der Markthalle!“

Bevor sich das im April 1917 in Denzlingen geborene Geburtstagskind auf Nachfrage an die wichtigsten Stationen ihres arbeitsreichen Lebens erinnern konnte, ging es im Gespräch um die gemeinsame Aktion zum Auffrischen des Gartens von St. Michael. 

Junges Wanderleben

Als Jugendliche habe sie ein „Wanderleben“ führen müssen, erinnerte sich Bader. 

Vieh hüten und im Haushalt als „Mädchen für alles“ an unterschiedlichen Wohnorten anpacken gehörte zu ihrem Alltag, bis sie einen Krankenpflegekurs besuchen durfte und zu den Josefschwestern in Ursberg kam. 

Im Kloster verbrachte sie den größten Teil ihres Berufslebens. „Reichen Sie die Rente ein, Sie haben genug gearbeitet“, habe ihr ein Arzt geraten. Diesen Rat befolgte sie.

 „Ich bezog im Weidach eine kleine Mansardenwohnung“, erzählt sie. „Als ich nach Füssen umgezogen bin, war ich 60 Jahre alt. Morgens in aller Ruhe um den Hopfensee zu laufen, das habe ich gern gemacht“, erzählte sie beim Besuch des Bürgermeisters. Helene Bader lächelt und bekannte: „Ich liebe den Hopfensee!“ 

Besonders gefreut habe sie sich über den Besuch von Vertretern des Hospizvereins Südliches Ostallgäu. „Aus dem Kirchenchor war Ilka Bielenberg da und hat mir herzlich gratuliert“, erzählte Bader. Der Kreisbote schließt sich den Glückwünschen an.

Chris Friedrich

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