Jetzt geht es "normal" weiter

Anscheinend hat den EVF-Spielern mit einigen Ausnahmen der freie Freitag vor dem Derby gegen Kaufbeuren nicht gut getan. Sie sind wohl aus dem Rhythmus gekommen, anders ist die Leistung nicht zu erklären. Aber auch Kaufbeuren war nicht das, was man erwarten durfte. Dass letztendlich ein 3:2 (1:1, 1:1, 0:0) nach Verlängerung dem EV Füssen 2 Punkte einbrachte, war vor allem Torwart Thomas Zellhuber zu verdanken. Am Freitag findet bereits das eminent wichtige Spiel gegen die Black Hawks Passau um 19.30 Uhr im BLZ statt. Passau sitzt im Kampf um Platz 4 den Füssenern mit nur 6 Punkten Rückstand im Nacken.

Die Akteure beider Mannschaften wirkten nicht nur sondern waren vor allem im Anfangsdrittel und auch im zweiten Abschnitt zerfahren, obwohl in diesen jeweils allerdings nur die zwei Tore fielen. Bei den 2763 Zuschauern in der BLZ-Arena kam eigentlich nie so richtige Stimmung, da sie von Anfang an kein gutes Spiel sahen. Eigentlich umso überraschender fiel dann in der zehnten Minute durch Doug Orr auf Pässe von Ricky Helmbrecht und Andrej Naumann das 1:0. Sechs Strafzeiten im ersten Abschnitt und noch einen Zehner für Füssen waren auch mit der Grund, warum nicht allzu viel gelang. Aber auch Kaufbeuren musste in dieser Zeit mit 3 Strafen und gleich zwei Zehnern leben. Hier war es der gerade mal 10 Sekunden von Strafbank zurückgekommene Rob McFeeters, der Füssens Torwart Zellhuber keine Chance beim 1:1 Ausgleich ließ. Gespielt waren gut 16 Minuten. Der zweite Spielabschnitt war auch nicht besser, viele Einzelaktionen, ungenaue Pässe, rückwärts zu langsam, all diese „Kleinigkeiten“ trugen dazu bei, dass sich die Kaufbeurer ein Übergewicht verschaffen konnten. Wenn da nicht Füssens "Goalie" Zellhuber immer wieder teils spektakulär geklärt hätte, der EVF hätte da ganz schön in die Predulie kommen können. Doch nicht Kaufbeuren, sondern Füssen gelang die erneute Führung in der 36. Minute. Doug Orr auf Zuspiel von Andrej Naumann und David Burgess gelang unter großem Jubel der Füssener Fans das 2:1. Doch das Glücksgefühl dauerte nur gut drei Minuten, als Dominic Krabbat auf Pässe von Jordan Webb und Emil Ekblad kurz vor dem letzten Wechsel ausglich. Kaufbeuren war in diesem zweiten Drittel die bessere Mannschaft, Füssen überstand diese Phase mit Glück und Torwart Zellhuber. Im letzten Drittel wollte es dann Füssen wissen, die „Ansprache“ von Trainer Dave Rich noch aus der ersten Pause wirkte. Ein Nutzen aus den erspielten Chancen konnte aber nicht erzielt werden. Die Zeit lief davon. Als die Füssener knapp vier Minuten vor dem Ende noch eine zweiminütige Strafzeit bekamen, wehrten sie sich erfolgreich mit aller Kraft gegen einen Kaufbeurer Treffer. Nach einer unglücklichen und unabsichtlichen Aktion des Kaufbeurers Krabbat gegen Christian Völk mit „Hohem Stock“ musste Letzterer stark blutend vom Eis und genäht werden. Dem ansonsten nicht zur Zufriedenheit beider Mannschaften pfeifende Roland Seckler blieb nicht anders übrig, als eine Fünf plus Spieldauerstrafe auszusprechen. So kam Füssen in der Schlussphase des Spiels zur numerischen Überzahl, die sie aber während der regulären Spielzeit nicht nutzen konnte. Erst in der anschließenden Verlängerung war es nach nur 49 Sekunden bei immer noch einem Mann mehr Doug Orr mit seinem 3.Treffer, der auf Pässe von Ricky Helmbrecht und Ruslan Bezshchasnyy den Siegtreffer für den EV Füssen erzielte. Nun stand die Arena (natürlich mit Ausnahme des gegnerischen Anhangs) Kopf. Es war dies der 3. Sieg der Füssener im 5. Derby dieser Saison. Trainerstimmen Marcus Bleicher (ESV Kaufbeuren): „Zuerst mal Gratulation zum Sieg. Nach dem harten Spiel am Freitag ist meine Mannschaft sehr gut ins Spiel gekommen, hat sehr gut gespielt über die ganzen 60 Minuten. Das sieht man am Schussverhältnis. Wir sind immer wieder nach Rückstand zurückgekommen, das zeigt die Moral in der Mannschaft. Im zweiten und letzten Drittel hatten wir sehr gute Chancen, um die Führung herauszuschießen. Der Sieg geht nach der Spieldauerstrafe bei 4:3 Überzahl in Ordnung. Vor den nächsten Aufgaben wird es mir nicht bange.“ Dave Rich (EV Füssen): Das ist Eishockey, wir haben überragend gespielt in Kaufbeuren und leider verloren. Das erste Drittel heute war in meinen Augen das schlechteste in diesem Jahr mit diesen Strafen. In der Kabine war ein bisschen Ansprache. Das zweite Drittel war etwas besser. Kaufbeuren hat uns heute ein sehr schweres Programm gegeben. Sie hatten mehr Schüsse und mehr Chancen. Unser Torwart (Zellhuber) war heute überragend. Am Ende bei 4:3 in Überzahl das Tor war Glück, unser Überzahl wird immer besser. Der Hohe Stock, der zur Strafe führte, war nicht absichtlich. Das kommende Wochenende wird heiß, speziell am Freitag zuhause gegen Passau. Wir werden alles geben, dass die noch ein bisschen weiter hinter uns sind und hoffen deshalb auf viel Unterstützung.“ Vorschau: Ab jetzt geht es wieder „normal“ weiter mit Wochenendspielen, wobei es am Freitag ganz schwer sein wird gegen die Black Hawks Passau, die die beiden letzten Spiele gegen Füssen gewonnen haben. Am letzten Freitag mussten sie sich in Kaufbeuren erst im Penalty Schießen geschlagen gaben und am Sonntag gewannen sie gegen die Profis aus Herne knapp mit 4:3 und blieben so dem EV Füssen im Kampf um den 4. Platz auf den Fersen. Der Abstand beträgt nur 6 Punkte. Somit ist die kommende Begegnung sehr wichtig für beide Mannschaften, es geht hier im wahrsten Sinn des Wortes um ein „6-Punkte-Spiel“. Die Mannschaft von Trainer Klaus Feistl ist ungewöhnlich kampfstark, weshalb sich die Mannen von Trainer Dave Rich schon mächtig steigern müssen, um die Punkte hier in Füssen zu behalten. Die Verletzung von Völk ist nicht so schlimm, wie es, vom Eis kommend am Sonntag aussah. Die Platzwunde wurde genäht, er konnte sogar selbst den Umzug aus der Arena-Kabine in die „Abfahrt-Links-Kabine“ erledigen und war dabei recht zuversichtlich. Am Sonntag (8.2.) ist bereits das letzte Derby um 18.00 Uhr in Kaufbeuren angesagt. Dazu ist nicht viel zu sagen, außer dass natürlich Kaufbeuren auf eine Revanche brennt und sich beide Teams steigern müssen, um den sicher wieder zahlreichen Fans eine bessere Partie bieten zu können. Kaufbeuren hat allerdings am Freitag auch ein schweres Spiel beim Tabellenzweiten Rosenheim zu absolvieren, so dass beide Mannschaften vor dem Derby in etwa gleich gefordert waren. Info I: Ausschließlich Schüler (nicht Studenten) erhalten am Freitag, 6.2.2008 zum Preis einer ermäßigten Sitz-/Stehplatzkarte (12,00€/7,00€) zwei „come2gether“ Eintrittskarten. (Wichtig: Einlass nur mit Schülerausweis!) Info II: Die Grizzly Adams Wolfsburg (DEL) melden die Verpflichtung von Füssens Verteidiger Armin Wurm, ausgestattet mit einem Drei-Jahres-Vertrag bis 2012.

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