Festspielhaus Füssen

Geschäftsbetrieb wird eingestellt

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Ab Mittwoch gehen die Lichter im Festspielhaus Füssen aus. Die Veranstaltungen für September wurden abgesagt.

Füssen – Wie es mit dem Festspielhaus weiter geht, ist weiter ungewiss. Bis jetzt ist es dem Insolvenzverwalter Dr. Marco Liebler nach eigenen Angaben zwar nicht gelungen, das Haus zu verkaufen. Allerdings gibt es einen Interessenten, mit dem jetzt verhandelt werden soll.

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Musiktheater Füssen Besitz GmbH & Co. KG ist am Donnerstag planmäßig eröffnet worden, erklärte Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Dr. Marco Liebler. Er kann den Geschäftsbetrieb bis zur letzten Veranstaltung des Musicals Ludwig² am Sonntag aufrechterhalten. Doch dann gehen erst einmal die Lichter im Festspielhaus aus. Denn „es ist bisher nicht gelungen, das Theatergebäude zu verkaufen“, erklärte der Rechtsanwalt. Wegen der geringen Liquidität stellt er den Geschäftsbetrieb ab Mittwoch ein und die sieben festangestellten Mitarbeiter frei. „Ich habe Hochachtung vor der Leistung des Teams, das in den vergangenen Wochen unglaublich engagiert gearbeitet und maßgeblich am Erfolg des Musicals Ludwig² mitgewirkt hat“, sagte Liebler. „Sie haben alle vollen Einsatz gebracht, das verdient große Anerkennung. Wenn ich eine Lösung habe, werden sie wieder zurückgeholt.“

Verkauf bis Ende September

Von den abgegebenen Angeboten, war laut Insolvenzverwalter nur die Finanzierung von zwei Interessenten überzeugend. Mit einem von ihnen wird nun der Kaufvertrag verhandelt, so Liebler. Ziel sei bis Ende September das Gebäude zu verkaufen. „Ansonsten würden eine dauerhafte Schließung des Hauses und die Zwangsversteigerung drohen“, erklärte der Rechtsanwalt.

Abgesagt wurden bereits die Veranstaltungen für September, darunter die Mozart-Oper „Die Zauberflöte". Die Veranstalter hatten vom Insolvenzverwalter eine Rechtssicherheit für die Durchführung gefordert, die Liebler aber „im jetzigen Stadium wegen der fehlenden finanziellen Mittel nicht geben kann.“  

Katharina Knoll

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