Der Mix der Techniken machts

Mit Sensibilität und Experimentierfreude: Jolanta Szalanska widmet sich ganz unterschiedlichen künstlerischen Motiven. Foto: Berndt

Pfronten – Jolanta Szalanska dürfte inzwischen auch im Ostallgäu keine ganz unbekannte Künstlerin mehr sein. Nachdem sie in der Fachklinik Enzensberg ausgestellt hat, liefert sie nun in der „Galerie Vincent“ in Pfronten eine Kostprobe ihres Schaffens. Die wird bis Sonntag, 17. August gezeigt.

Nachdem in Anette Nöß schon die vorhergehende Künstlerin, die in der „Galerie Vincent“ ihre Visitenkarte abgegeben hatte, einen Laudator bei ihrer Vernissage präsentiert hatte, stand dem auch Szalanska in nichts nach. Hier sang Joachim Burmeister geradezu eine Lobeshymne auf die Malerin. Der langjährige Direktor der Kunstakademie „Villa Romana“ in Florenz stellte dabei in einer launigen, langen Rede unter anderem Szalanskas „Vielfältigkeit und tiefe Sensibilität“ heraus. „Ihr Mittel und Werkzeug, die Welt zu ordnen und ihre Sicht der Dinge darzustellen“ sei für Szalanska die Malerei. Dadurch, dass sie sich außer der Aktmalerei vor allem Architektur- und Landschaftsmotiven sowie der Schwarzweiß-Fotografie widmet, dokumentiere sie ihre große Neigung, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren. Ihre Vorliebe dafür, diese Techniken teils aufwändig zusammenzusetzen, „macht ihre Bilder unverwechselbar“.     

Aktmalerei und Architektur 

Dies wird denn auch bei dieser Ausstellung deutlich, wo der Hauptraum der „Galerie Vincent“ in zwei unterschiedliche Abteilungen geteilt ist, die sich in erster Linie gegenüberstehen. Als da Szalanskas hauptsächlich großformatigen, weiblichen Akte wie etwa „Portrait“, „Aufgetaucht – Anna“ und „Aufgetaucht – Elisa I bis III“ als Silbergelatineabzüge mit Öl auf Leinwand wären. Zudem sind ihre ebenfalls überwiegend großformatigen und im gleichen Verfahren verarbeiteten Ansichten von architektonischen Zeugnissen aus aller Welt („Eiffelturm“, „Blaue Kathedrale – Milano“, „Barcelona“.) zu sehen. Hinzu kommen noch einige Werke mit Abbildungen anderer Objekte, die wohl zu Szalanskas künstlerischen Steckenpferden gezählt werden dürfen, wie beispielsweise Schuhe. 

Interessierte können unter der Nummer 08363/330 60 23 einen Termin zur Besichtigung vereinbaren. lex

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