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Jugendtreff Füssen stellt sich in Corona-Zeiten neu auf

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Jugend Treff Füssen
Viele Jugendliche dürfen aufgrund der 2G-Regel den Füssener Jugendtreff nicht mehr betreten. Damit sich weiterhin alle – egal ob geimpft, genesen oder getestet – treffen können, bietet die Einrichtung ein Alternativangebot an. © Knoll

Damit sich Jugendliche trotz der 2G-Regel im oder am Füssener Jugendtreff mit ihren Freunden treffen können, hat es ein Alternativangebot auf die Beine gestellt

Durch die aktuell geltende 2G-Regel für Jugendliche ab 14 Jahren können viele Teenager die Angebote des Füssener Jugendtreffs derzeit nicht nutzen, da die Räume nicht betreten dürfen. Die Einrichtung hat darauf reagiert und bietet mittlerweile regelmäßig Jugendlichen heißen Punsch und Kekse vor dem Gebäude an, wie die Stadtverwaltung vergangene Woche mitteilte.

Für Jugendliche unter 18 Jahren, die in der Schule regelmäßig getestet werden, organisiert der Jufo ferner ab sofort auch weitere Aktivitäten wie Impro-Theater, Music-Workshops oder Parcours-Sport. „Wir haben seit dem letzten Lockdown durch unser intensives und abwechslungsreiches Angebot in den vergangenen Monaten eine junge und sehr engagierte neue Generation von Jugendlichen im Jugendtreff“, berichtet der Leiter des Jufo, Stefan Splitgerber.

Die etwa 40 regelmäßigen Besucher sind aktuell zwischen zwölf und 16 Jahren alt und kommen nahezu täglich aus allen Schulen in den Jugendtreff. Nun dürfen davon aber nicht mehr alle die Innenräume des Jufo betreten. „Obwohl wir vormittags zusammen in der Schule sitzen, dürfen wir uns nachmittags nicht im Jufo treffen, dies kann ich nicht ganz verstehen“, schüttelt die gerade 14 Jahre alt gewordene, ungeimpfte Besucherin Eva am Eingang des Jugendtreffs den Kopf.

Heißer Punsch und Kekse

Im Freien dürfen sich dagegen alle treffen – deshalb bieten die Mitarbeiter des Jugendtreffs regelmäßig heißen Punsch und Kekse vor dem Gebäude an. Denn aus pädagogischer Sicht halte es das Team des Jugendtreffs für sehr wichtig, dass Jugendliche sich weiterhin – egal ob geimpft, genesen oder getestet – treffen können, sagt Adrian Kroll, Mitarbeiter im Jufo. Die Jugendlichen nehmen das Angebot an. „Auch, wenn es sehr kalt ist, kommen viele, um ihre Freunde zu treffen und Spaß zu haben“, sagt Kroll.

Die Corona-Krise habe bei den Jugendlichen besonders auf Bildung, soziale Interaktion, sozioemotionale Entwicklung und auf das psychische Wohlbefinden große Auswirkungen. Teenager sollen deshalb wieder strukturierte Beteiligungsformen angeboten werden, um diesen Auswirkungen entgegen zu treten. Der Jugendtreff der Lechstadt bietet deshalb ab sofort auch schauspielerische, musikalische und sportliche Aktivitäten an. Ein Vorteil bei diesen Angeboten ist, dass zu diesen Aktivitäten alle Jugendlichen unter 18 Jahren kommen dürfen, wenn sie in der Schule regelmäßig getestet werden.

Viele Workshops

„Wir werden in nächster Zeit dienstags Impro-Theaterworkshops, mittwochs diverse musikalische Workshops wie Gitarre, Bass, Voice und DJ-ing und donnerstags Parcours-Sport anbieten. Die Angebote starten jeweils um 16 Uhr“, kündigt Jufo-Leiter Stefan Splitgerber ferner an.

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