Ausschuss beschließt Satzung

Neue Eintrittspreise für die Füssener Museen

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Der HFSKA will die Eintrittspreise ins Museum der Stadt Füssen ändern.

Füssen – Aufgrund zahlreicher Sonderregelungen zahlt zwar ohnehin kaum noch ein Besucher den regulären Tarif von sechs Euro für die beiden Museen. Dennoch sollen künftig auch Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren keinen Eintritt mehr zahlen müssen. 

Das hat der neue Haupt-, Finanz-, Sozial- und Kulturausschuss (HFSKA) in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Das letzte Wort in der Angelegenheit hat allerdings der Stadtrat, der die neue Gebührensatzung noch beraten und beschließen muss. 

Wer die beiden Museen im Kloster St. Mang oder der Galerie im Hohen Schloss besuchen will, muss derzeit dafür sechs Euro bezahlen – es sei denn, er kommt entweder aus Füssen, ist im Besitz der GästeCard, besucht als Volljähriger noch die Schule, studiert, ist Azubi, gehört zu einer Gruppe mit mehr als zehn Personen, hat keine Arbeit, bezieht Hartz IV, ist älter als 65 oder leistet einen Freiwilligendienst. Dann ist lediglich der ermäßigte Eintritt in Höhe von vier Euro zu entrichten. „Es bleibt kaum noch jemand übrig, der noch die sechs Euro zahlt“, schilderte Kulturamtsleiterin Karina Hager die Situation. 

Neue Satzung

Über günstigere Tarife dürfen sich darüber hinaus auch Familien und Kinder ab sieben Jahren freuen: Während Familien insgesamt acht Euro zahlen müssen, dürfen Kinder für vier Euro die Museen besuchen. Festgelegt hat die Eintrittspreise in der Vergangenheit stets der Kulturausschuss. Neben den Gebühren soll sich aber auch das ändern. 

So beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig, dass Jugendliche unter 18 Jahren die Einrichtungen in Zukunft kostenlos besuchen dürfen. Damit will die Verwaltung dieser Zielgruppe und ihren Familien zum einen „einen niedrigschwelligen Zugang zu den Museen und damit auch zum örtlichen Kulturerbe ermöglichen“, wie es in der Vorlage der Stadtverwaltung heißt. 

Zum anderen folge die Stadt damit einem generellen Trend wie etwa im Deutschen Museum in München oder der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. „So wird es auch für Schüler leichter, sich alleine oder im Rahmen von kleinen Gruppen in den Museen zu informieren“, heißt es weiter in der Vorlage für die Ausschussmitglieder. Gleichzeitig entfällt künftig die Familienkarte. Das alles soll darüber hinaus in eine Gebührensatzung gegossen werden. Da es sich bei den Museen um öffentliche Einrichtungen handelt, ist eine solche erforderlich. 

Deckwerth will mehr

Vor allem SPD-Ratsfrau Ilona Deckwerth konnte die neue Gebührenregelung zum Teil aber nicht nachvollziehen. Sie schlug vor, dass alle Angehörigen einer Familie – etwa die alleinerziehende Mutter – künftig nur noch den ermäßigten Tarif von vier Euro zahlen sollen. „Das ist ein Aspekt der Familienfreundlichkeit, mit der wir immer werben“, sagte sie. Für Simon Hartung (CSU) stellt die geplante neue Regelung dagegen bereits eine Erleichterung für Familien dar. „Wir entlasten doch die Familien, in dem die Kinder nichts mehr bezahlen müssen.“ 

Auch Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) sprach von einer Entlastung von Familien. „Auch die alleinerziehende Mutter, die als Tagesbesucher kommt, spart sich vier Euro“, argumentierte er. Dennoch verständigte sich das Gremium darauf, Deckwerths Vorschlag in den Satzungsentwurf mitaufzunehmen und dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen. Keine Diskussion gab es bei der geplanten Erhöhung der Führungsgebühr von 30 auf 40 Euro. Für fremdsprachige Führungen sollen in Zukunft 50 statt 40 Euro fällig werden. Dabei handelt es sich um die erste Steigerung seit 2010.

mm

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