Offener Brief an den Füssener Bürgermeister

Jusos fordern Abschaffung der Kita-Gebühren in Füssen

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Symbolfoto: Um Eltern in der Corona-Krise zu entlasten, fordern die Jusos die Kindergarten-Gebühren in Füssen abzuschaffen.

Füssen – In einem offenen Brief haben sich jetzt die Jusos Ostallgäu/Kaufbeuren an Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) gewandt und kostenlose Kindertagesstätten-Plätze in ganz Füssen gefordert. So sollten Familien, die finanziell unter der Corona-Krise leiden, entlastet werden.

Weniger Gehalt durch Kurzarbeit, aber die laufenden Kosten bleiben gleich hoch: Vor diesem Problem stehen derzeit viele. Deshalb gibt es für die Jusos mit Blick auf die Kinderbetreuung nur eine Lösung. „Die Kitagebühren müssen abgeschafft werden.” Denn obwohl der Bezirk Ostallgäu die Möglichkeit anbietet, für sozial bedürftige Familien die Kitagebühren zu übernehmen, reiche dieses Angebot ihrer Ansicht nach nicht aus. 

Befristete Befreiung 

„Es gibt viele Familien, die nicht bedürftig sind, aber aufgrund von Corona das Geld sparen müssen. Darum fordern wir auch, dass Familien die nicht bedürftig sind, befristet solange die Krise anhält, auch von den Kitagebühren befreit werden”, fordern die Jusos. Ihrer Ansicht nach sollten allen Familien bis zu einer Einkommensgrenze von 2500 Euro brutto die Kita-Gebühren erlassen werden. „Hier müsste sodann die Stadt Füssen die Kitagebühren, die von den Kindertagesstätten aufgerufen werden, übernehmen”, so die Jusos. Denn gerade für Kinder, die integriert werden müssen und aus sozial schwächeren Schichten kommen, sei der Besuch einer Kita von großem Vorteil. 

Kaufkraft stärken 

Die Jusos sind überzeugt, dass auf diese Weise die Sprachentwicklung der Kinder täglich trainiert werde. Beim Eintritt in die Schule sollten sie dann weniger Probleme beim Lesen und Schreiben haben. Hinzu komme ein gefestigtes soziales Umfeld. 

Doch auch für die Stadt Füssen ergebe sich dadurch ein Vorteil, sind die Jusos überzeugt. Denn durch die Einsparung der Kita-Gebühren stünde den Füssenern mehr Geld zur Verfügung, das sie dann in der Lechstadt ausgeben könnten. Und eine höhere Kaufkraft sei gerade in der aktuellen Situation für die Unternehmen in Füssen wichtig. „Wir, die Jusos Ostallgäu/Kaufbeuren hoffen im Sinne der Familien und der Wirtschaft auf die Unterstützung der Parteien und des Bürgermeisters.”

kb

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