Nach drei Jahren voller Herausforderungen

Kämmerer Marcus Eckert verlässt Füssen in Richtung Fürstenfeldbruck

Marcus Eckert und Maximilian Eichstetter
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Kämmerer Marcus Eckert (links) verlässt Füssen und damit auch Bürgermeister Maximilian Eichstetter.
  • Matthias Matz
    VonMatthias Matz
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Füssen/Fürstenfeldbruck – Nach drei Jahren an der Spitze der Finanzverwaltung wird Kämmerer Marcus Eckert die Stadtverwaltung am 30. November verlassen. Das bestätigte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) am Donnerstagvormittag auf Nachfrage des Kreisboten. Demnach hat Eckert eine Versetzung zu einem anderen Dienstherren beantragt und wird Kämmerer der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck. Dort tritt er die Nachfolge von Susanne Moroff an, die seit 1. August in Neu-Ulm für die Finanzen zuständig ist.

Eckert hatte sein Amt als Füssener Kämmerer zum 1. August 2018 angetreten. Zuvor hatte der gebürtige Mittelfranke unter anderem zehn Jahre in der Kämmerei der Gemeinde Pullach gearbeitet. Im Januar des darauf folgenden Jahres stellte Eckert erstmals den städtischen Haushalt vor – und erntete von allen Seiten viel Lob für seine Arbeit. Auch, weil er keine neuen Schulden aufnehmen musste.

Mittlerweile hat sich die finanzielle Situation der Stadt aufgrund der Corona-Krise und zahlreicher teurer Projekte jedoch wieder merklich verschlechtert. So werden die Schulden bis Ende des Jahres voraussichtlich auf rund 60 Millionen Euro ansteigen (der Kreisbote berichtete mehrfach).

Neben dem Aufstellen der kommunalen Haushalten war Eckert in den vergangenen drei Jahren vor allem mit dem Aufarbeiten der Swap-Geschäfte, des Kredits in Schweizer Franken und der kostspieligen Sanierung des Eisstadions beschäftigt. Herausforderungen wie diese seien das „Salz in der Suppe“ gewesen, so der Kämmerer.

Außerdem setzte er unter anderem die Digitalisierung des Rechnungswesens um. „Die anstehende Haushaltskonsolidierung kann jetzt auf Basis einer sinnvollen Haushaltsstruktur und zuverlässiger Daten angegangen werden“, wird Eckert in einer Pressemitteilung des Rathauses von heute Mittag zitiert. „Bei allen finanziellen Nöten der Stadt hat mir die Arbeit im Rathaus und für die Stadt Füssen immer Spaß gemacht“, sagte er. Neben seiner Arbeit als Kämmerer unterrichtet der Mittelfranke auch an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern.

In der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck wird Eckert die Nachfolge von Susanne Moroff antreten, die zum 1. August die Leitung der Finanzverwaltung der Stadt Neu-Ulm übernommen hat. Möglicherweise kommt Eckert mit seinem Wechsel nach Oberbayern vom Regen in die Traufe. Die Schulden der 38.000 Einwohner-Stadt Fürstenfeldbruck könnten in den kommenden drei Jahren um 60 Millionen Euro auf dann insgesamt 80 Millionen Euro steigen (der Kreisbote berichtete).

Bürgermeister Eichstetter lässt Eckert mit gemischten Gefühlen ziehen. „Einerseits freuen wir uns sehr für Herrn Eckert, dass er sich persönlich wie auch fachlich weiterentwickeln, sowie seiner Karriere den nächsten Schub verleihen kann, anderseits stellt dies für uns natürlich einen großen Verlust dar“, so Eichstetter gegenüber unserer Zeitung. Menschlich wie fachlich so kurz vor dem neuen Haushalt 2022 einen solchen Verlust zu stemmen, werde für die Stadtverwaltung eine Herausforderung.

Darüber hinaus muss die Verwaltung nun einen neuen Kämmerer finden. „Die Ausschreibung für die Stelle des Kämmerers ist bereits in Erstellung“, erklärte Eichstetter. Die Ausschreibung solle zeitnah erfolgen. Die internen Übergaben laufen demnach bereits. Eckerts Antrag auf Versetzung muss zudem noch in der nächsten Stadtratssitzung behandelt werden.

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