Füssener Bahnhofsfreunde gründen Verein und wollen Gespräche mit Hubert Schmid

Hoffen auf Gespräche

+
Zum Gespräch bereit: Thomas Hugenschmidt (v. l.), Dr. Werner Sigl, Klaus Keller, Eberhard Wetzel, Werner Faltlhauser, Hans-Martin Beyer, Dr. Christoph Böhm sowie vorne Christine Ranke und Christine Fröhlich.

Füssen – Nun ist es offiziell: Ein kleiner Kern der seit mehreren Jahren bestehenden, losen Interessensgemeinschaft zur Sanierung beziehungsweise Neuerrichtung des Füssener Bahnhofs nach historischem Beispiel hat am wochenende den Verein „Freunde des Prinzregenten-Bahnhofs“ gegründet.

Ziel ist es, mit der Firma Hubert Schmid über den Umbau des Bahnhofs ins Gespräch zu kommen. Am vergangenen Freitag trafen sich neun Füssener Bürger im „Hotel Hirsch“ zur Gründungsversammlung. Christine Fröhlich, Christine Ranke, Dr. Christoph Böhm, Thomas Hugenschmidt, Dr. Hans Martin Beyer, Dr. Werner Sigl, Eberhard Wetzel, Werner Faltlhauser und Klaus Keller fungieren dabei ab jetzt als Vorstand des Vereins, dessen oberstes Anliegen nach den Worten Fröhlichs ist: „Wir wollen nach wie vor mit der Firma „Hubert Schmid“ ins Gespräch darüber kommen, ein Bahnhofsgebäude nach historischem Vorbild zu bauen.“ 

"Noch eine Chance" 

Obwohl das Marktoberdorfer Bauunternehmen nicht gewillt ist, den Bahnhof an den Verein zu verkaufen und am gestrigen Dienstagabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe bereits der Stadtrat über den Neubau abstimmte, geben die Bahnhofsfrunde nicht auf. Laut Beyer sie sie durchaus „noch eine Chance“. Diese besteht vermutlich aber nur noch darin, das Bauunternehmen davon zu überzeugen, bei einem Neubau „unbedingt die Historie zu beachten“, unterstrich Fröhlich. Demnach wolle man sich weiterhin dafür einzusetzen, dass Füssen auch nach einem geplanten Abriss der 1889 gebauten Station als Neubau „einen Bahnhof mit Seele“ erhalte, wie Dr. Werner Sigl betonte. 

Für CSU-Stadtrat Dr. Christoph Böhm solle der Bahnhof demzufolge den „Aspekt Heimat“ vermitteln und „als Tor zur Altstadt“ dienen. Dazu habe man ein zum Entwurf der Firma „Hubert Schmid“ alternatives Nutzungskonzept erstellt, über das man mit dem Bauunternehmen sprechen wolle. Nach Auskunft von Böhm habe man außerdem „viele Unterstützer“ sowie knapp 60 Zusagen von Leuten, die Geld dafür geben möchten, die Wünsche der „Freunde des Prinzregenten-Bahnhofs“ in Erfüllung gehen zu lassen.

lex

Meistgelesen

Derblecken auf hohem Niveau
Derblecken auf hohem Niveau
Rückzug mit Ansage
Rückzug mit Ansage
Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor
Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor
Ein "ordentlicher Haushalt"
Ein "ordentlicher Haushalt"

Kommentare