Kämpferische Worte

Petrus war mit den Veranstaltern und so präsentierte sich der Himmel im besten Weiß-Blau, als die Füssener CSU jüngst bei hochsommerlichen Temperaturen quasi die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes einläutete und im Barockgarten des Festspielhauses am Ufer des Forggensees zu einem „Talk am See“ einlud. Und während dabei nacheinander der CSU-Bundestagskandidat Stephan Stracke sowie sogar der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer für sich und ihre Partei Werbung machten, stellten die Füssener Christsozialen dem zahlreich erschienenen Publikum auf einer Bühne ihre Kandidaten für die Stadtratswahlen in Füssen vor. Die finden ebenfalls am 27. September statt.

Als die vielen interessierten Besucher des „Talk am See“ des CSU-Ortsverbands Füssen, Hopfen und Weißensee noch ganz gespannt auf die Ankunft der beiden prominentesten Gäste dieses Nachmittags warteten, eröffnete der örtliche Vorsitzende der CSU, Dr. Hans-Martin Beyer, mit einer fast schon kämpferischen Rede den von ihm selbst so bezeichneten „CSU-Event.“ Entschlossenheit zeigen Er versuchte mit entschlossen klingenden Worten darzulegen, worum es ihm und seinen Parteigenossen speziell in Bezug auf Füssen gehe. Daher begrüßte er die Zuhörer mit dem Motto: „Lasst uns Neues wagen!“ Anschließend verkündete er teils recht markig tönend unter anderem, dass man in Füssen „den Blick nach vorne“ brauche. Demnach stehe die Stadt „vor großen Herausforderungen“ und müsse „auf der Höhe der Zeit gehalten werden.“ Bevor Stracke und Seehofer dann schließlich, mit einem Schiff kommend, am Ufer anlegten, rief Beyer die Anwesenden „um ihre Unterstützung“ auf. Wenig später war es soweit und der Bundestagskandidat sowie der Ministerpräsident von Bayern gingen an Land, wo vor allem Seehofer, viele Fragen beantworten musste, zu denen er denn auch teilweise später in seiner Rede auf der Bühne Stellung nahm. Zuvor war es jedoch an Stracke, sich mit einigen Worten an die Leute zu wenden, wobei er sich als allererstes auf die Geografie bezog. So schwärmte er geradezu, „hier ist es paradiesisch“, bevor er auch „die Menschen hier“ als „beharrlich, verlässlich und fleißig“ lobte und Seehofer damit eine Art Steilvorlage für seine anschließende Rede lieferte. "Paradiesisch hier" Der spannte den Bogen gleich zu Beginn seiner Ansprache noch ein bisschen weiter und bezeichnete das gesamte Allgäu als „paradiesisch.“ Im Anschluss daran legte er den Besuchern am Seeufer jedoch ziemlich ausgiebig seine politischen Ansichten dar, wobei er unterstrich, dass er „Politik als Dienstleistung für die Menschen“ verstehe. Das bedeute für ihn auch: „Leute, die etwas leisten, sollte man nicht bestrafen, sondern belohnen.“ Weshalb er „für die Bauern kämpfen“ werde und hierbei wohl ganz besonders für die Milchbauern. So versprach er diesen, sich stark dafür einzusetzen, dass für sie ein Milchpreis erreicht werde, „von dem man leben kann.“ Käse und Bier zum Geschenk Vermutlich nicht nur dafür, dass er zu guter Letzt noch eine tiefe verbale Verbeugung vor seinen Gastgebern machte, schenkte die Kreisvorsitzende der Christsozialen, Angelika Schorer, Horst Seehofer Käse und Bier. Doch dürften ihr die Worte, mit der der Ministerpräsident seine Rede schloss, sicherlich sehr gefallen haben. Sie lauteten: „Gott mit dir, du Land der Ostallgäuer.“

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