Der Kaiser hält Hof

ie Reiter und Fußgruppen kamen über die Lechbrücke. Der erste Empfang von Kaiser Maximilian I. fand direkt vor der Spitalkirche statt. Foto: cf

Weil das Volk in Füssen in der Renaissance noch keine Uhren sein eigen nannte, wusste auch niemand in den Gassen der Füssener Altstadt genau, wann seine Majestät vom hohen Ross gestiegen war. Der Sonntagnachmittag stand als zweiter Tag der Kaiser-Maximilian-Festumzüge in enger Partnerschaft mit Reutte und vielen mittelalterlicher Geschichte verpflichteten Gruppen aus dem Außerfern und Allgäu. Kaiser-Darsteller Manfred Wagner mischte sich bestens gelaunt unters Fußvolk.

Wohlwollend sah er unter anderem der Schau der Gauklertruppe am Schrannenplatz zu. Wenig später lobte er eine Aufführung am Stadtbrunnen des „Consort Füssen“, um von Beifall begleitet, gemächlichen Schrittes in vornehmer Begleitung des „Erzbischofs zu Augsburg“ weiter zu ziehen, während sich die festlich gewandeten Paare von Neuem historischer Tanzkunst hingaben. Lager im Baumgarten Das höfische Gebaren der Edelleute wurde nicht ausschließlich von Touristenkameras festgehalten, denn nach einer gewissen Zeit des Auftauens am vorherigen Samstagnachmittag feierten auch die Einheimischen munter mit. Im Baumgarten gab es ein Lager für die Mitwirkenden. Im Rückblick auf den „Neustart“, wie Wagner es gern nennt, gratulierte den Organisatoren zum Beispiel herzlich die Füssener Musiklegende Max Eichhorn. Der populäre und kontaktfreudige Füssener Schlagzeuger hatte laut eigener Aussage im Publikum und an den verschiedenen Schauplätzen des Festes „überall nur ein positives Urteil“ gehört.

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