Kampf dem Bau-Stau

Gemeinsam mit Heinz Heer (rechts) vollzieht Bürgermeister Franz Erhart symbolisch den ersten Spatenstich. Die Pfrontener Baufirma erschließt das neue Baugebiet. Foto: gau

Die Bauarbeiten für das neue Wohngebiet Äußerer Markt haben begonnen. Gemeinsam mit dem Juniorchef der Baufirma Heer vollzog Bürgermeister Franz Erhart den ersten Spatenstich für das zentrumsnahe Gebiet, in dem 22 Häuser entstehen sollen. Nach zweieinhalb Jahren sei man nun auf dem Weg, den Stau im Wohnbau zu beseitigen, so Erhart.

Schon jetzt ist das neue Wohngebiet ein Renner, bereits 13 der 22 Grundstücke sind verkauft, nach dem Beginn für die Erschließung jetzt können die Häuslebauer im Herbst beginnen, ihre Traumhäuser zu bauen. Dafür hat Erhart seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren hingearbeitet. Schon damals habe es einen erheblichen Stau gegeben, eine zweistellige Bewerberzahl habe nach Baugrund gesucht, zum Teil hätten sich die Nesselwanger in Nachbarorten nach freien Bauplätzen umgesehen, so Erhart. Nun schließe man eine Baulücke, die zentrumsnah zum Einkaufen, der Schule und anderen Einrichtungen, aber auch zentral zum Gewerbegebiet gelegen ist, mit unverbaubarem Blick auf die Alpspitze inklusive. Es seien faire Verhandlungen mit den vier Grundstückseignern gewesen, die in ihren Forderungen unter einen Hut gebracht werden mussten, man habe sich aber letztlich in der Mitte getroffen. Voll erschlossen kostet der Quadratmeter 189 Euro im neuen Baugebiet, das in der Chronologie dem mittleren und dem Oberen Markt folgt. Positiv für die Häuslebauer: man wolle den Bauherren alle Freiheiten lassen, so Erhart. Im Bebauungsplan wurden lediglich einige Grundlegende Angaben gemacht, ansonsten ist jeder frei, sein Haus zu bauen, wie er will. So sind diverse Dachformen möglich, auch die Giebelrichtung wurde nicht vorgeschrieben und auch einem Niedrigenergie- oder Nullemissionshaus stehe im neuen Wohngebiet nichts entgegen. Wenn man schon eine halbe Million Euro für ein Haus mit Grundstück investieren müsse, solle man sich so frei als möglich bewegen, so Erhart. Zur Bundesstraße 310 hin wird das Baugebiet mit einer begrünten Lärmschutzwand abgetrennt, durch das Gebiet wird es eine Ringstraße geben, die wohl Äußerer Markt heißen wird. Das Baugebiet ist allen offen, die sich mit Erstwohnsitz in Nesselwang ansiedeln wollen.

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