Lechbruck profitiert von guter Liquidität

Schulden gesenkt

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Die Gemeinde Lechbruck hat 2015 seine Schulen um eine Million Euro abgebaut.

Lechbruck – Die Gemeinde Lechbruck baut ihre Schulden weiter ab. 2015 hat sie diese um eine Million Euro gesenkt. Das gab Bürgermeister Helmut Angl bei der Vorstellung der Jahresrechnung im Gemeinderat bekannt. Grund dafür sei die derzeit gute Liquidität der Kommune, erklärte der Rathauschef.

Das Ergebnis der Jahresrechnung 2015 stellt Angl jetzt im Gemeinderat vor. Demnach schließt der Verwaltungshaushalt mit 6,877 Millionen Euro, im Ansatz zum Haushalt hatten 6,442 Millionen Euro gestanden. 

In der Summe ist eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 1,658 Millionen Euro enthalten. Der Vermögenshaushalt wiederum schloss mit fünf Millionen Euro ab. Rund 800.000 Euro mehr als im Haushaltsansatz vorgesehen. Ende 2015 betrug der Schuldenstand der Gemeinde 6,96 Millionen Euro. Ein neuer Kredit wurde dabei nicht aufgenommen. 

Auf Nachfrage, woher der Überschuss komme, mit dem man die Schulden bezahlt habe, meinte Angl, es gebe derzeit einen Liquiditätsüberschuss „der tut uns gut“, so Angl. Deshalb habe man auch eine Million Euro Schulden außerhalb der Reihe abgebaut. Wie in anderen Kommunen stand auch in Lechbruck das Thema Umsatzsteuer auf der Tagesordnung. 

Dabei geht man in Lechbruck schon eigene Wege bei der Steuer, etwa beim Eisstadion. Dennoch sei es gut, wenn man das alte System noch einige Zeit aufrecht erhalten könne, so Angl, wie es die meisten anderen Kommune auch planen. 

Keine Verlosung nötig 

Daneben wurden im Gemeinderat auch die Vorschläge für die sogenannte Ehrenamtskarte vorgestellt. Im Ostallgäu erhalten verdiente ehrenamtliche Helfer die Ehrenamtskarte, mit der sie, wie bei der Königscard, diverse Einrichtungen verbilligt oder sogar kostenlos nutzen und Dienste in Anspruch nehmen können. 

Alle zwei Jahre sollen die Gemeinden deshalb Helfer vorschlagen, die in den Genuss der Karte kommen sollen. Abhängig von der Einwohnerzahl sind dies in Lechbruck acht Ehrenamtliche, die diese Karte wieder erhalten sollen. Die Bevölkerung hat aber nur sieben Ehrenamtliche vorgeschlagen, was die Aufgabe für die Gemeinde erleichtert. Denn diese muss nun nicht losen, wer die Karte bekommt. 

Insbesondere freute sich Bürgermeister Helmut Angl über die Nominierung des Ehepaars Mathilde und Dieter Eider. Das Ehepaar engagiert sich für die Gemeinde in Sachen Tourismus. So fährt es beispielsweise zu den Messen und betreut dort den Stand der Gemeinde. Deshalb sei dieser Vorschlag positiv, befand Angl. 

Weiterhin wurden auch Martin Riesemann, der für das Rote Kreuz tätig ist, sowie Bernhard Sitter vom Eishockeyklub ERC Lechbruck für die Karte vorgeschlagen. Schlussendlich sollen auch Helga Schmid, Irene Scholl und Monika Christe die Karte erhalten. Die drei Frauen engagieren sich in Lechbruck für Asylbewerber. 

gau

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