Karten für Bergfreunde

Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer (rechts) und der Vizepräsident des Vermessungsamtes, Peter Schramm (Mitte) stellen gemeinsam die neue Alpenvereinskarte Ammergebirge West vor. Foto: gau

Es sind Karten, auf die die Bergfreunde förmlich gewartet hätten, war sich der Vizepräsidenten des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation, Peter Schramm, sicher. Gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein hat das Landesamt begonnen, den bayerischen Alpenraum in einer neuen Kartenserie darzustellen, die besonders auf die Bedürfnisse der Bergfreunde eingeht. Gemeinsam mit dem Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) wurde das neueste Kartenblatt „Ammergebirge West“ sowie die Neuauflage des Blattes „Mangfallgebirge Ost“ vorgestellt.

Von Berchtesgaden bis zum Bodensee wird die neue Kartenreihe „Alpenvereinskarte Bayerische Alpen“ reichen, die Ende des kommenden Jahres fertiggestellt sein soll und dann 22 Blätter umfasst. Entstanden ist die Kartenreihe aus einer Partnerschaft zwischen dem Deutschen Alpenverein, der Bayerischen Vermessungsverwaltung und dem Landesamt für Umwelt. Ziel dieser Partnerschaft und der daraus resultierenden neuen Kartenserie sei es, so Schramm, das Bergwandern noch attraktiver, sicherer und vor allem naturverträglicher zu machen. Deshalb vor allem enthalten die neuen Karten detaillierte Informationen zu Schutz- und Rückzugs- sowie Schongebieten der alpinen Fauna, gleichzeitig aber auch Routenvorschläge für Skitourengeher und die Skigebiete, alles im leicht lesbaren Maßstab 1:25.000. Dazu die üblichen Kartendetails wie Straßen, Höhenlinien, aber auch Information über die Orte und Vegetation und Gewässer. Speziell für den Bergfreund gibt es auf der Kartenrückseite umfassende Informationen und nützliche Details zur Ausrüstung und Tourenplanung sowie das Verhalten im Gebirge, vor allem im Notfall. Die jüngste Karte, zu deren Vorstellung sich die Partner von DAV, LAVG und dem Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat Alexander Müller und dem Schwangauer Bürgermeister auf dem Tegelberg getroffen hatten, erschließt das Ammergebirge zwischen Schwangau und der hohen Bleick bei Saulgrub und reicht über den Säuling bis nach Reutte und Griesen an der Loisach bei Garmisch. Dass man auch in Zeiten von GPS und Google Maps noch auf gedrucktes Papier zurückgreife, habe durchaus seinen Sinn, machten gleichermaßen Peter Schramm wie auch Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer deutlich. Für Pschierer war es wichtig, dass man in Bayern nach wie vor auf eine hoheitliche Vermessung und ein entsprechendes Landesamt setze. Sehr viel detaillierter als etwa Google könne das Amt die Daten auf Papier umsetzen, dazu wird alle drei Jahre der Freistaat beflogen. Mithilfe von Gebietstopographen der Bayerischen Vermessungsverwaltung können wichtige Details direkt vor Ort erfasst werden. Auf Karten, so Schramm, die man bei Wind und Wetter und grellem Sonnenschein ebenso nutzen könne, wie auf einer Hütte ohne Stromanschluss. Wie gut die Karten angenommen werden zeigt indes die Tatsache, dass gleichzeitig die zweite Auflage der allerersten DAV-Karte, das Mangfallgebiet, vorgestellt wurde. Diese hat sich über 7000 Mal verkauft.

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