Heuwiesenort präsentiert sich in Berlin

Werbung für Pfronten

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Bergwiesenkönigin Kathi II. (links) und Tourismusdirektor Jan Schubert wirbeln auf der „Grünen Woche“ in Berlin viel Heu auf.

Berlin/Pfronten – „Wenn ich einmal groß bin, möchte ich Prinzessin werden.“ Wie jedes kleine Mädchen träumte auch Katharina Goldstein. Die Realität hat ihre Träume längst übertroffen: Denn heute ist sie die Königin der Bergwiesen. In dieser Funktion wirbelte Kathi II. jetzt auf der „Grünen Woche“ viel Heu auf.

Zusammen mit Pfrontens Tourismuschef Jan Schubert präsentierte die 22-Jährige auf der Sonderschau des Landwirtschaftsministeriums die Pfrontener Bergwiesen mit ihrer Artenvielfalt, ihren Pflege- und Wellnessprodukten aus Bergwiesenheu und ihre kulinarischen Genüsse: Heugerichte, Berglimonade, Heuschnaps und Heulikör. 

Und Bergwiesenheucremesuppe gab es als Kostprobe für die Besucher in der Aktionsküche. Doch was ist eigentlich so besonders an den Bergwiesen der 13-Dörfer-Gemeinde? Weil es sich für die Bauern kaum lohnt, die Wiesen allein zur Heugewinnung für das Vieh zu bewirtschaften, wird mittlerweile durch die Bewirtschaftung sicher gestellt, dass die seltenen und artenreichen Lebensräume auf den Wiesen erhalten bleiben. 

Damit hat sich die 13-Dörfer-Gemeinde ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und ist damit vor allem für naturverbundene Touristen ein beliebtes Urlaubsziel geworden. Die Gemeinde hat darauf reagiert und Wander- und Radwege, einen interaktiven Bergwiesenpfad, ein Heumuseum und Übernachtungsmöglichkeiten im Heu geschaffen. 

So sind die bedrohten Heuwiesen mit ihrer einzigartigen Biodiversität mittlerweile zu einer wichtigen Einnahmequelle und einem Markenzeichen für die Region Pfronten geworden. Endverbraucher und zahlreiche Vertreter aus Politik, Verbänden, Verwaltungen sowie weitere Multiplikatoren aus verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft informierten sich in der vergangenen Woche bei Talkrunden, Expertengesprächen, Schauküchen und Degustationen am Stand über den Bergwiesenort Pfronten als die oben genannte vorbildliche Regionalinitiative. 

Viele Termine

Vor allem Kathi II. stellte bei ihren zahlreichen Terminen ihre Heimat einem breiten Publikum vor. Außerdem erzählte sie von ihrem Leben abseits des repräsentativen Königinnen-Daseins. Neben ihrem Medien- und Kommunikationsstudium in Augsburg arbeitet sie drei Tage in der Woche im Pfrontener Tourismusbüro oder hilft in den elterlichen Betrieben „Pension Alpenblick“ und „Lanhaus am Rosenbächle“. 

Ihre Zuhörer auf der Sonderschau im Rahmen der „Grünen Woche“ spüren sofort, dass die junge Bergwiesenkönigin mit Leib und Seele Pfrontenerin ist und ganz und gar überzeugt von dem, was sie tut. „Sie gehört unter die Leute“, sagt auch Pfrontens Tourismuschef Jan Schubert. Alles andere sei Vergeudung. 

Lob vom Minister

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) lobte die Arbeit und das unermüdliche ehrenamtliche Engagement der über 100 Produktköniginnen in Deutschland. Die jungen Frauen würden ihrer Region und der regionalen Qualität eine Identität geben, so der Minister aus Bayern. „Wenn es Sie noch nicht gäbe, müsste man sie erfinden!“, sagte er anlässlich eines Fotoshootings mit den Produktköniginnen auf der „Grünen Woche“. 

Neben der Pfrontener Bergwiesenkönigin Kathi II. und Tourismusdirektor Jan Schubert waren aus der 13-Dörfer-Gemeinde unter anderem auch Hotelier Wolfgang Goldstein, Markus Herla, Gebietsverkaufsleiter der Zötler-Brauerei und Martin Steinhauser von der gleichnamigen Brauerei mit nach Berlin gekommen.

kb

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