Reuttener Einzelhändler diskutieren Einstieg ins Online-Geschäft

Das Internet als Chance

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Engagiert trägt der alte und neue Obmann der Kaufmannschaft Reutte die Ziele für 2016 vor: Die Führung mit Hansjörg Schimpfössl (v.r., stv. Obmann), Kassier Alexander Trs, Obmann Christian Senn und Michael Schretter (stv. Obmann).

Reutte – Die Kaufmannschaft Reutte geht unter bewährter Führung von Obmann Christian Senn ins kommende Jahr. Einstimmig wurde er bei der Generalversammlung von den Mitgliedern für ein weiteres Jahr in seinem Amt bestätigt.

Neben seinem Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Jahr informierte er die Versammlung über zwei Großprojekte, die zur Zeit in der Überlegung bzw. in der Meinungsfindung sind. Zum einen ging es um die Umsetzung der Gedanken für ein Outlet-Center, dass die Geschäfte innerhalb der Marktgemeinde einschließt. „Wir sind hier noch im Stadium der Meinungsbildung. Wir wollen mit diesem Projekt den Verlust von Kaufkraft verhindern und eine Frequenzsteigerung, sozusagen zu Gunsten der Profilstärkung von Reutte, installieren“, so Senn.

Da das ganze noch im Findungsstadium ist, wollte er keine weiteren Informationen nach außen geben. Zunächst wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, die von der Marktgemeinde Reutte und der Regionalentwicklung Außerfern unterstützt wird – das Ergebnis wird Ende Januar 2016 vorliegen.

Ohne Internet geht es kaum noch

Mit einem Impulsvortrag wurden die Mitglieder über das zweite Großprojekt „Regionalität im Netz – Onlinehandel als unsere neuen Chancen“ von Andreas Huber als Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol informiert. Dieses ziemlich umfangreiche Thema wird aber sicher noch eine ganze Zeit lang diskutiert werden müssen, da viele Fakten und „Fußangeln“ vermieden werden müssen.

Jedoch, die Verantwortlichen sind schon einen Schritt weiter, soll doch dabei die Plattform ShOP.Tirol helfend zur Seite stehen. „Der Einstieg ins Online-Geschäft ist zwar aufwändig, aber er lohnt sich“, betonten Dominik Croce und Paul Gmeiner als deren Repräsentanten.

Und sie nannten auch Zahlen: 290.000 Tiroler kaufen bereits online ein. Österreichweit werden im Onlinehandel 5,9 Milliarden Euro ausgegeben. Immerhin hat sich der Onlinehandel in Österreich seit 2006 vervierfacht. Zu bedenken sei, dass die Hälfte aller Online-Handelsumsätze derzeit ins Ausland abfließen. „Dies alles sind Aspekte, in den Onlinehandel einzusteigen“ sagte Dominik Croce. Obmann Senn warb für die von der Vorstandschaft ins Auge gefassten Ziele und ermunterte die Mitglieder, sich bei allen Überlegungen mit einzubringen. „Wer nicht mit der Zeit geht – geht mit der Zeit“ gab er zu bedenken.

ed

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