Kein bisschen amtsmüde

Er habe eine positive Nachricht, so der amtierende Bürgermeister der Marktgemeinde Reutte, Helmut Wiesenegg (SPÖ): „Sie sehen einen fitten Bürgermeister mit gewohnt spritzigem Elan“, erklärte er. Er freue sich, mit seiner mehr als 30-jährigen kommunalen Erfahrung und zwölf Jahren Hauptverantwortung als Bürgermeister im Bezirkshauptort, sich einer dritten Amtsperiode als Bürgermeister zur Verfügung zu stellen. Er bewerbe sich um das Vertrauen seiner Mitbürger.

Am 14. März wird in Reutte ein neuer Gemeinderat gewählt. Nachdem in den vergangenen Monaten Spekulationen um eine erneute Kandidatur die Runde gemacht hatten, sorgte Wiesenegg vergangene Woche für klare Verhältnisse und gab bei einem Pressegespräch seine Kandidatur bekannt. Vorbei damit auch Spekulationen um den Gesundheitszustand des 62-jährigen, der seine Wählerschaft vor allem in der Gruppe „40 Plus“ sieht, immerhin knapp 64 Prozent der 4177 Reuttener, die Mitte März zu den Wahlurnen gerufen sind. 17 Mandate, auf Grundlage der letzte Volkszählung von 2001, gilt es dann zu vergeben, wobei Wiesenegg mit seiner Gruppierung „Für Reutte – SPÖ Liste Bürgermeister Helmut Wiesenegg“ diesmal noch ein neuntes Mandat und damit die Mehrheit im Gemeinderat der Marktgemeinde erringen möchte. Er habe eine Erfolgsliste vorzuweisen, so Wiesenegg. Nicht 40 oder 50 Prozent sondern 100 Prozent weise diese Bilanz für Reutte aus. Reutte funktioniere, so Wieseneggs Resümee, vor allem die Infrastrukturmaßnahmen, aber auch andere Projekte seien bestens gelöst. Wesentlicher für ihn persönlich seien aber die Menschen in Reutte. Den letzten Zweifel habe bei ihm erst am Vortag eine allein erziehende Mutter ausgeräumt. „Sie meinte, ich hätte ein außerordentliches kommunalpolitisches Talent, etwas weiter zu bringen und anderen nachhaltig zu helfen“. Damit habe er aber auch die Verantwortung, zu kandidieren, so Wiesenegg beim Pressegespräch. Und weiter: „Experimente sind kein Markenzeichen der Reuttener. Stabilität und Sicherheit aber schon“. Diesmal allerdings könnte es durchaus sein, dass die Reuttener experimentieren. Umfragen der letzten Monate sehen „Tissi“, wie Wiesenegg in Reutte gern genannt wird, weit abgeschlagen, einige Reuttener wünschen ihm in Foren und Diskussionsrunden inzwischen alles Gute für die Pension. Finanzielle Stabilität Dabei präsentierte Wiesenegg gerade erst seine Pläne, die „Erfolgsliste mit 100 Prozent“ für die kommenden Jahre sicherzustellen. So sei sein Programm für die Zukunft, das er gemeinsam mit der Liste 1 umsetzen möchte, vor allem Vorrang und Stabilität für das Budget der Marktgemeinde für die Jahre bis 2016. Darüber hinaus möchte Wiesenegg, dass der Bezirkshauptort weiterhin Impulsgeber bleibt und sich der Standort weiter positiv entwickle. Angesichts der für Reutte bevorstehenden schweren Zeiten (O-Ton Wiesenegg) griff er dann aber auf bewährtes SPÖ-Vokabular zurück. Es sei an ihm als Bürgermeister für die soziale Geborgenheit und Lebensqualität zu sorgen. Prägend für seine Arbeit sei auch das Wohl der älteren Generation. Wobei Wiesenegg hervorhob, dass in Punkto Lebensqualität Reutte von allen Gemeinden in Österreich weit an der Spitze liege. Und diese gelte es, gemeinsam für die nächsten Jahre zu sichern, vor allem in sozialen Miteinander. So definierte Wiesenegg die Grundlage der politischen Arbeit seiner Partei, die der Garant für Stabilität in Reutte sei. Wer allerdings als Mitstreiter an Wieseneggs Seite agieren wird, konnte der Bürgermeister noch nicht sagen, es sei an der Gruppierung, diese zu geeigneter Zeit vorzustellen. Definitiv am 28. Februar vorgestellt wird allerdings der neue, rund 22,8 Millionen Euro schwere Haushalt der Marktgemeinde für 2010 bei der dann letzten Gemeinderatssitzung in alter Besetzung.

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