Demonstranten wollen positives Signal senden

Kein Interesse an Masken-Demo der Jusos in Füssen

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Juso-Aktivistin Michelle Derbach (fast) allein am Brotmarkt: Ihre Einladungen zu einer Demo in Füssen sind ignoriert worden und spontan entstand kein Interesse, vom Altstadtbummel zum Politisieren überzugehen.

Füssen – „Herz statt Hetze“, war die Parole, mit der die Jusos Ostallgäu am vergangenen Freitag in der Füssener Altstadt mit einer Demonstration Flagge zeigen wollten. Am Brotmarkt blieben die Jusos-Vorsitzende Michelle Derbach und ihre beiden Mitstreiter allerdings alleine.

Als Gegenmodell zu vielen öffentlichen Versammlungen, auf denen in der jüngeren Vergangenheit auch im Allgäu – etwa in Kempten und Pfronten – gegen die behördlichen Corona-Maßnahmen protestiert wird, wollten die Ostallgäuer Jusos unter dem Motto „„Maske auf! Abstand halten!“ am vergangenen Freitag vor allem positive Signale senden. Unter anderem dafür, dass durch den Einsatz von Pflegefachkräfte, Wissenschaftlern sowie Ärzten in Deutschland bislang Schlimmeres in der Corona-Krise verhindert wurde. 

Keine Teilnehmer 

Allerdings nahm keine einzige Person aus der Menschenmenge in der Fußgängerzone spontan an der geplanten Juso-Demo teil. Die selbst gemalten Plakate der Jusos fanden keinerlei Zustimmung und lösten auch keine Diskussion unter den Passanten in der gut besuchten Innenstadt aus. 

Die 16-jährige Schülerin Michelle Derbach vom Gymnasium Reutte und Vorsitzende der Ostallgäuer Jusos, die zuletzt in Füssen und Umgebung bei der jugendlichen Aktion „Fridays für Future“ einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatte (der Kreisbote berichtete), brach die Demo im Herzen der Altstadt daraufhin ab. Die beiden jungen Polizisten, die am Brotmarkt im Einsatz waren, konnten ihren Dienst so andernorts fortsetzen.

cf

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