Wegen Terminüberschneidungen findet das beliebte Festival 2018 nicht statt

Das Aus für "Füssen goes Jazz"

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„Magic of Santana“ gehörten beim diesjährigen „Füssen goes Jazz“ zu einem der Höhepunkte des Programms. 2018 wird das beliebte Festival allerdings aus dem Veranstaltungskalender gestrichen.

Füssen – Reichlich Kulturelles gab es für Einheimische und Gäste einmal mehr in diesem Jahr zu erleben.

Genau 2577 Veranstaltungen waren heuer im Veranstaltungskalender von Füssen Tourismus und Marketing (FTM) aufgeführt. Doch das große Angebot führt auch zu Problemen, wie Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier vergangenen Donnerstag bei einem Pressegespräch deutlich machte. Deshalb muss unter anderem das Festival „Füssen goes Jazz“ gestrichen werden. 

Zusammen mit Katja Kalbantner (FTM) und der Veranstalterin Sabina Riegger vom SR-Verlag zog Fredlmeier jetzt eine Bilanz für 2017 und gab gleichzeitig einen Ausblick auf 2018. Die wohl wichtigste Änderung: Das beliebte Festival „Füssen goes Jazz“ wird nach sieben Jahren nicht mehr stattfinden. „Wir hätten diese tolle Veranstaltung im Klosterhof gerne weiterhin durchgeführt, aber gerade im August, wo unter anderem auch die beiden Musicals, zwei Stadtfeste und diverse andere Programme laufen, wussten die Leute nicht mehr wohin sie zuerst gehen sollten“, erklärte Fredlmeier. „Daher haben wir aktuell aufgrund der Vielzahl von Höhepunkten ein echtes Luxusproblem und mussten leider diese Entscheidung treffen.“ 

Eine Terminverschiebung sei nicht in Frage gekommen, da es im Frühjahr meist noch zu kalt und im Herbst in der Regel zu nass für eine Freiluftveranstaltung sei. Dazu komme, dass FTM keine Konkurrenz für privatwirtschaftlich organisierten Veranstaltungen wie etwa im Festspielhaus sein wolle und dürfe. „Aus Gründen des Wettbewerbsrechts dürfen wir mit öffentlichen Geldern keine Konkurrenz aufbauen“, betonte der FTM-Chef gegenüber dem Kreisbote. 

Dennoch können Fredlmeier und Riegger sich vorstellen, den Jazz wieder in die Lechstadt zu bringen, sollten es irgendwann wieder zu Veränderungen kommen. Chor-Festspiele Als Ersatz für das Jazz-Festival wird es die ersten internationalen Chor-Festspiele im Frühjahr geben. Diese werden vom 23. bis 24. März in vielen Kirchen aber auch in unerwarteten Gewölben wie beispielsweise Tiefgaragen und Autohäusern stattfinden. „Dies ist wirklich was absolut Einmaliges und mit nichts vergleichbar“, so Sabina Riegger. „Hier wird es neben den klassischen Kirchenchören auch einen Salsa-Chor und einen Rock-Chor geben.“ 

Aber auch andere musikalische Stilrichtungen sollen bedient werden. Die Festspiele selbst sollen eine Mischung aus Kultur, Religion aber auch Benefiz sein. Eine weitere neue Komponente im Veranstaltungskalender werden die „Lech Klänge“ sein. Am 5. Januar, ab 17 Uhr wird am Kaiser-Max-Platz mit einer musikalischen Soiree die Weihnachtszeit beendet. Höhepunkt dabei ist der Auftritt des Duos „Auto di Takt“, das seine Instrumente aus alten Fahrzeugteilen herstellt. 

Vielfalt an Silvester

Bevor es jedoch so weit ist, steht zunächst noch der Jahresabschluss auf dem Programm. Den Anfang macht dabei die „Rutschparty“ auf dem Kaiser-Max-Platz, die am 30. Dezember um 18 Uhr stattfindet. Bis Mitternacht werden die beiden musikalischen Gruppen „Sound cocktail“ und „The shades of soul“ bei freiem Eintritt unterhalten. An Silvester selbst finden einmal mehr zahlreiche Veranstaltungen in Füssen und Umgebung statt. So können Partygänger unter anderem im Festspielhaus ab 22.30 Uhr und bei freiem Eintritt im „Treff im See“ die letzten Stunden des Jahres inklusiv einem Höhenfeuerwerk erleben. 

Für musikalische Unterhaltung sorgt dabei DJ Lars-Peter Schwarz. Aber auch in der Lechhalle in den Hanfwerken und im Haus Hopfensee kann man den Jahresausklang stilvoll feiern. 16 Stunden nach Jahreswechsel beginnt mit dem 28. Fackelschwimmen im Lech die neue Kultursaison. Wer das Schauspiel der ortsansässigen Blaulicht-Organisationen miterleben will, der sollte sich rechtzeitig seinen Platz im Bereich der Theresien-Brücke sichern. Die ersten Schwimmer werden gegen 17.30 Uhr zu sehen sein. 

Mit dem auslaufenden Jahr sind die Verantwortlichen bei FTM zufrieden. So sei beispielsweise das Feuer im „Leuchtturm“ Festspielhaus wieder entfacht worden und lotse wieder zahlreiche Besucher an den Forggensee. Aber auch die traditionsreiche Theaterbühne im Haus Hopfensee unter der Leitung von Uli Pickl und die neu konzipierte Lechhalle von Hartmut Heinz in den ehemaligen Hanfwerken stünden für qualitativ hochwertige Unterhaltungen.

th

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