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Kein Lärmschutzgutachten fürs Strandbad Weißensee

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Von: Katharina Knoll

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Strandbad Weißensee
Doch kein Lärmschutzgutachten braucht die Stadt Füssen für das Strandbad Weißensee. © Archiv/Knoll

Füssen - Doch kein Lärmschutzgutachten ist jetzt für das Strandbad Weißensee notwendig. Das gab die Stadt Füssen bekannt, nachdem darüber eine Diskussion im Bauausschuss ausbrach.

Den Satzungsbeschluss für das Strandbad Weißensee hat nun der Bauausschuss einstimmig gefasst, nachdem die Unterlagen, auch zur Änderung des Flächennutzungsplans, zum zweiten Mal öffentlich auslagen. Nach fünf Jahren Diskussionen und Planungen sei das Thema nun zu einem Abschluss gekommen, freute sich Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU).

„Es ist genau so, wie wir das 2018 haben wollten.“ Dabei sei das umgesetzt worden, was die Stadt mit den Vereinen und in Workshops mit den Bürgern besprochen habe. Das Bad könne jetzt renoviert oder durch einen Neubau an der gleichen Stelle ersetzt werden, eventuell mit Überdachung. „Ich freue mich, dass die Vereine jetzt einen Stadel planen und bauen können für ihre Seefeste.“

Wie soll mit dem Lärm der Vereinsfeste umgegangen werden?

Zuletzt habe ein Punkt das Prozedere verzögert, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer. Und das war die Frage, wie mit dem Lärm, der bei den Vereinsfesten entsteht, umgegangen werde. „Eine Beschränkung wird als notwendig erachtet“, meinte Angeringer mit Verweis auf die Untere Immissionschutzbehörde. Das könnte man etwa regeln, indem man vorschreibt, in welche Richtung die Musiker spielen. Andere Möglichkeiten wären, Betriebszeiten oder die Lautstärke festzulegen. Diese Fragen könne man aber auch noch im Nachgang klären. „Am sinnvollsten ist, wenn der Gutachter mit den Vereinen Kontakt aufnimmt, um eine praxisorientierte Lösung zu finden.“

Stadt kann sich Kosten für Gutachten sparen

Ob ein Gutachten bei den wenigen Festen, die dort stattfinden, denn wirklich notwendig ist, fragte sich jedoch Dr. Martin Metzger (BfF). „Das werden wir prüfen“, versprach Eichstetter. Im Nachgang der Sitzung habe ein Gespräch mit dem Landratsamt ergeben, dass die Behörde kein Lärmschutzgutachten für das Strandbad fordert, es aber empfiehlt. „Somit benötigen wir kein Lärmschutzgutachten und können uns die Kosten dafür sparen!“, so der Bürgermeister.

Das Gremium sollte genau darüber nachdenken, wer an der fünfjährigen Verzögerung schuld sei, so Magnus Peresson (UBL) in der Sitzung. Das sei weder der Stadtrat noch Eichstetters Vorgänger gewesen. Namen wollte er aber nicht nennen.

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