Kein Modigliani in Füssen

Zu ihrer Überraschung erfuhren jetzt die Füssener Stadträte, dass die Modigliani-Ausstellung im kommenden Jahr nun doch nicht nach Füssen kommen wird. Man habe bei einem Besuch der Fondazione Modigliani festgestellt, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD), dass die in Füssen zu zeigenden Exponate nicht die Zugkraft für den Tourismus haben dürften.

Hier hätten die Höhepunkte gefehlt, so Iacob, wie etwa Modiglianis Gemälde oder Portraits. Die Kosten für die Ausstellung in Höhe einer halben Million Euro seien erwirtschaftbar, wenn man die richtigen Exponate hätte. Mit dem Angebot der Fondazione hätten diese gefehlt, die notwendigen 50.000 Besucher wären schwer zu locken gewesen. Aufgrund auch der unvorhergesehenen finanziellen Belastungen habe man sich entschlossen, die Ausstellung nicht nach Füssen holen zu wollen, so Iacob, der größtenteils Unterstützung für seine Position bekam. Zwar gab es auch kritische Stimmen, die monierten dass man ausgestiegen sei, noch bevor größere Verluste eingetreten sind, der Vorschlag stieß allgemein aber auf Zustimmung. Positiv nahmen die Räte dagegen die Möglichkeit auf, Füssener Geigen im August 2012 für einen Monat in Cremona in Italien präsentieren zu können. Dort findet in dieser Zeit die internationale Geigenbaumesse Mondomusica statt. Im Gegenzug würde die Fondazione Stradivari der Stadt Füssen elf sehr wertvolle Instrumente, darunter auch eine Amati-Violine und die Vesuvius von Stradivari der Stadt Füssen überlassen. Nachdem die Leihgaben nach Cremona rund sechs Wochen in Füssen fehlen würden und die Stadt auch keinerlei finanzielle Verpflichtungen tragen müsste, stimmten die Räte dieser Variante zu. Dem Gegenbesuch stimmten die Räte noch nicht zu, dies sei vorbehaltlich der Finanzsituation der Stadt zu sehen, man werde eine Planungssicherheit schaffen.

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