Fall Rist: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen wegen übler Nachrede ein

Füssen: Kein Verfahren gegen Vauk

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Die Kemptener Staatsanwaltschaft sieht kein vorsätzliches Handeln bei Harald Vauk und stellt deshalb das Verfahren gegen ihn ein.

Füssen/Kempten – Die Staatsanwaltschaft Kempten hat ein Verfahren gegen Harald Vauk, Sprecher der sogenannten Aktiven Bürger, wegen des Verdachts der üblen Nachrede eingestellt. Das teilte Oberstaatsanwalt Bernhard Menzel auf Nachfrage mit.

Ein vorsätzliches Handeln Vauks sei nicht feststellbar gewesen, erklärte er. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hatte Vauk im Zusammenhang mit dessen Vorwürfen gegen Hauptamtsleiter Andreas Rist wegen übler Nachrede angezeigt, da Vauk Rist öffentlich Titelmissbrauch vorgeworfen hatte (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Weil es dafür aber aus Sicht der Behörde keine Hinweise gebe, hatte sie in der Vergangenheit zwei Ermittlungsverfahren gegen Rist wegen Titelmissbrauchs eingestellt. Gleiches gilt nun für das Verfahren gegen Vauk. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschuldigte tatsächlich davon ausgegangen ist, dass der Geschädigte Rist den Titel ‚Dipl.-Betriebswirt‘ unbefugt geführt hat bzw. führt, zumal der Zeuge Rist tatsächlich im Organigramm der Stadt Füssen fälschlicherweise mit der Bezeichnung ‚Dipl.-Betriebswirt‘ aufgeführt war“, erläuterte Oberstaatsanwalt Menzel gegenüber unserer Zeitung. 

Bürgermeister Iacob wollte sich auf Anfrage nicht äußern, da er von der Staatsanwaltschaft noch nicht über die Einstellung des Verfahrens und die Begründung dafür informiert worden sei. Hauptamtsleiter Rist hat zum 1. Oktober gekündigt und wird das Rathaus verlassen.

mm

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