CSU Ostallgäu diskutiert in Rückholz die Situation auf dem Milchmarkt

Kontroverse Debatte

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Den tollen Ausblick auf die auch durch die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern großartige Ostallgäuer Landschaft genießen die Mitglieder der AGL Ostallgäu auf dem Betrieb Guggemos in Höhen, Gemeinde Rückholz. Für die Betriebsführung bedanken sich der 1. Vorsitzende Josef Müller (3. v.r.) und die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer (Mitte) bei Susanne (7. v. r.) und Christian Guggemos.

Landkreis – Der anhaltende Milchpreisverfall und mögliche Auswege aus der Situation waren jetzt Thema beim Treffen der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) der CSU Ostallgäu. Diskutiert wurde auf dem Erlebnisbauernhof der Familie Guggemos in Rückholz/Höhen.

Vorsitzender Josef Müller definierte das grundsätzliche Ziel der christsozialen Arbeitsgemeinschaft mit „den Bäuerinnen und Bauern im Landkreis zu helfen.“ Anschließend freute er sich über eine durchaus kontroverse, aber faire Diskussion zur Situation auf dem Milchmarkt und geeigneten Hilfsmaßnahmen für die mit Einkommensproblemen kämpfenden Betriebe.

Einleitend zeigte die Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag, die wesentlichen Inhalte eines Dringlichkeitsantrages von CSU-Abgeordneten auf, um die Milchkrise zu bewältigen.

Die Staatsregierung wird darin aufgefordert, sich auf Bundes- und EU-Ebene dafür einzusetzen, dass sich die EU an der Entwicklung von wirksamen Risikomanagement- und Krisenmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Märkten beteiligt und hierfür ausreichend Mittel bereitstellt.

Weiterhin soll der Vorschlag von Kommissar Hogan zur einmaligen Gewährung von Mitteln in Höhe von 15.000 Euro je Betrieb in Verbindung mit Mengendisziplin auf freiwilliger Basis zeitnah umgesetzt werden.

 Ein ganzes Bündel weiterer Maßnahmen von einer Aufstockung des Bundeszuschusses für die landwirtschaftliche Unfallversicherung über ein weiteres Liquiditätsprogramm bis hin zu zusätzlichen Mitteln für die Honorierung der Leistungen der Landwirte, beispielsweise über Kulturlandschaftsprogramm, Ausgleichszulage und Tierwohlmaßnahmen sowie steuerliche Entlastungen auf Bundesebene, wurden ebenfalls genannt.

Vielfältige Meinungen 

Nach diesem Impulsreferat waren alle Anwesenden aufgefordert, ihre Vorschläge zur Verbesserung der Einkommenssituation bei den Milchviehbetrieben einzubringen. Es zeigte sich, dass bezüglich einer aktiven Mengensteuerung die Meinungen grundsätzlich auseinander gehen. Von weiterhin freiem Markt bis zur sofortigen Produktionsbeschränkung reichten die Vorschläge.

Der stellvertretende AGL-Vorsitzende Dr. Alois Kling von der Pfrontener CSU machte anhand einiger praktischer Beispiele deutlich, dass rasche und nachhaltige Hilfen für die Milchbauern dringend erforderlich seien, um den notleidenden Betrieben in ihrer schwierigen Einkommenssituation zu helfen.

Blick hinter Kulissen 

Der durchaus kontroversen agrarpolitischen Diskussion voraus ging eine Führung durch den landwirtschaftlichen Betrieb in Rückholz/Höhen. Susanne und Christian Guggemos erläuterten dabei ihre Vorgehensweise beim Besuch von Schulklassen im Rahmen des Programmes „Erlebnisbauernhof“. Ziel sei es, die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern grundsätzlich für das Thema Landwirtschaft zu sensibilisieren.

Die Kinder erfahren den Bauernhof in der kleinen Ostallgäuer Gemeinde dabei als Lernort. Die Schülerinnen und Schüler lernen aus erster Hand und mit allen Sinnen, wo die Nahrungsmittel herkommen und wie sie entstehen.

kb

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