Umrüstung auf LED-Lichter beschlossen

Arbeiten am Füssener BLZ-Dach laufen an

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Auf einem Teil des Flachdachs ist bereits der Kies abgesaugt. Dabei sind einige kleinere undichte Stellen entdeckt worden. Kommende Woche sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.

Füssen – Die Stadtverwaltung scheint das Problem Bundesleistungszentrum (BLZ) langsam aber sicher in den Griff zu bekommen: Nachdem die Regierung von Schwaben den sogenannten Notfallmaßnahmen zugestimmt hatte, wurde bereits am Montagmorgen mit dem Absaugen des Kies auf dem Flachdach begonnen.

Außerdem hat der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, rund 340.000 Euro für neue LED-Lichter in der Arena und den Hallen 1 und 2 bereit zu stellen. Plötzlich ging alles ganz schnell. Zunächst hatte der schwäbische Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner Ende vergangener Woche mitgeteilt, dass die Regierung von Schwaben mit Datum vom 16. Oktober dem vorzeitigen Beginn der Sanierungsarbeiten zugestimmt hat (der Kreisbote berichtete am Samstag). 

Daraufhin begannen bereits am Montagmorgen um 7 Uhr die Arbeiten mit dem Absaugen des Kies auf dem undichte Flachdach, wie Kämmerer Marcus Eckert gegenüber unsrer Zeitung mitteilte. Am Mittwochabend sollten die Arbeiten planmäßig schließlich abgeschlossen sein – was allerdings nicht klappte: denn von dem Schlamm zwischen dem Kies sollte vor der Entsorgung noch eine Probe genommen werden. „Wir rechnen aber damit, dass die Arbeiten Mitte kommender Woche abgeschlossen werden“, so Eckert.

 Bereits bei den jetzt frei gelegten Stellen seien einige kleinere Schadstellen zu sehen, die nun abgedichtet werden sollen. „Anschließend wird die Folie mit Sandsäcken und/oder Kiespaketen beschwert, erläuterte der Kämmerer. In der Attika über Halle 1, also im Bereich des EV Füssen, sollen darüber hinaus noch Notüberläufe eingebaut werden. Diese sogenannten Notfallmaßnahmen sollen verhindern, dass bis zum voraussichtlichen Beginn der eigentlichen Sanierungsarbeiten im kommenden Frühjahr weiteres Regenwasser in das Gebäude eindringt. Außerdem sollen in diesem Jahr – sobald die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn vorliegt – die für das kommende Jahr geplanten Arbeiten ausgeschrieben werden, kündigte Eckert an. 

Neue LED-Lichter

Einen weiteren Schritt zur Modernisierung der Arena am Kobelhang hat jetzt außerdem der Finanzausschuss gemacht. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, rund 336.000 Euro für die Installation neuer LED-Lichter in der Arena sowie den Hallen 1 und 2 im städtischen Haushalt bereit zu stellen. So hoch ist voraussichtlich der Eigenanteil der Stadt an der Maßnahme, erklärte Kämmerer Eckert den Ratsmitgliedern. Die Gesamtkosten werden sich auf gut 1,1 Millionen Euro belaufen, wobei mit fast 800.000 Euro an Fördergeldern gerechnet werden dürfe. Noch wichtiger: Die Förderanträge seien diesmal – anders als die für die Dachsanierung (der Kreisbote berichtete mehrfach) – pünktlich Ende September eingereicht worden, betonte Eckert. 

Die Investition wird sich nach Berechnungen der Kämmerei lohnen: Über die Lebensdauer der LED-Lichter können demnach in den beiden Hallen 219.000 kWh/a Strom, rund 60 Prozent, und in der Arena etwa 674.000 kWh/a eingespart werden, was über 72 Prozent entspricht. „Gleichzeitig werden rechnerisch insgesamt 10.533 Tonnen CO2 eingespart.“ Das entspreche der Menge CO2, die knapp 1000 Bürger pro Jahr erzeugen würden. 

Externe Steuerung

Läuft alles nach Plan, soll die Umrüstung der Beleuchtung wegen der Schließzeit der Arena zwischen Ende April und Mitte Juni erfolgen. 

Zuständig dafür wird der Sachverständige für Lichttechnik, Ulf Greiner, sein, den die Stadtverwaltung laut Kämmerer Eckert mit der Projektsteuerung beauftragt hat. Die Arbeiten in der Arena sollen demnach von der Firma 3lpi aus München und die in den Hallen 1 und 2 von der Firma Tropp Lighting Design GmbH aus Weilheim ausgeführt werden. Beide Aufträge umfassen auch die Nebenräume. Die Ausschuss-Mitglieder stimmten diesem Vorgehen zu. 

Lediglich Christine Fröhlich von den Füssener Freien Wählern stellte die Frage, ob die neuen Leuchter eingebaut werden können, obwohl das Dach noch nicht saniert sei. Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun, entgegnete ihr Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

mm

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