Kinder sollen sich mehr bewegen

Die Probleme des Nachwuchses im Blick: Die Teilnehmer des jüngsten Treffens des Kinder- und Jugendbeirats unter dem Vorsitz von Ulrich Pickl (links). Foto: lex

Es lief zwar nicht ganz so ab, wie sich der Vorsitzende Ulrich Pickl (SPD) das ursprünglich vorgestellt hatte, dennoch sei das jüngste Treffen des Kinder- und Jugendbeirats der Stadt Füssen im kleinen Sitzungssaal des Rathauses am Ende „zum Themensammeln ganz gut“ gewesen, wie der Vorsitzende des Gremiums erklärte.

Nachdem der SPD-Stadtrat die 14 anderen Beiratsteilnehmern darüber informiert hatte, dass der für diesen Abend vorgesehene Vortrag eines Referenten der Caritas über die richtige Ernährung von Kindern und Jugendlichen ausfallen würde, löste sich die Versammlung nicht mangels geeigneten Gesprächsstoffs gleich wieder auf. Vielmehr entspann sich eine ausgiebige Diskussion über verschiedene Probleme, die Füssener Kinder und Jugendliche betreffen, wie beispielsweise die sportliche Betätigung der Kinder zu fördern. Im Verlauf der etwa 1,5 Stunden langen Erörterung, während der sich jeder der 15 Beiratsteilnehmer mindestens einmal zu Wort meldete, stellte sich die Einrichtung eines Bolzplatzes für Jugendliche im Füssener Westen von zentraler Wichtigkeit heraus. Infolgedessen erkundigte sich unter anderem die Leiterin des Arbeiterwohlfahrt-Kinderhorts, Angelika Schneider, danach, wie weit die Stadt bei diesem in der Vergangenheit wohl einmal zugesagten Vorhaben vorangekommen sei. Die Schaffung eines solchen Angebotes, mit dem Kindern die Möglichkeit gegeben werde, „sich auch außerhalb von Schule und Verein zu bewegen“, fand auch die Unterstützung des Direktors des Gymnasiums Füssen, Wolfgang Fischer, und unterstrich außerdem: „Wir brauchen solche Plätze für die Kinder, da muss auch die Stadt dahinterstehen.“ Und der CSU-Stadtrat Nikolaus Schulte (CSU) betonte, „ein Bolzplatz im Venetianerwinkel wäre gut.“ Mehrere Anwesende wiesen in diesem Zusammenhang aber auch auf diverse Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieses Projekts hin. Wie etwa, dass manches in Frage kommende Grundstück nicht im Besitz der Stadt sei sowie, dass sich Anwohner eines Bolzplatzes vom Lärm der Jugendlichen gestört fühlen und sich daher vehement dagegen einsetzen könnten. Wohl schon alleine deshalb plädierte Susanne Wengert von der Erich Kästner-Schule dafür, die Mitgliedschaft in Vereinen für Kinder attraktiver zu machen, denn, so stellte sie jedenfalls für ihre Schule klar: „Zu wenige Schüler von uns sind in Vereinen.“ Auch die 16-jährige Franziska Gierl vom Gymnasium Füssen schlug vor, dass man vielleicht „mehr Werbung für die Vereine in den Schulen“ machen sollte. Dass man dazu „die Vereine einladen“ sollte, fügte Fischer ergänzend hinzu. Abschließend versprach Pickl sich „diese Punkte sehr zu Herzen“ nehmen zu wollen.

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