Übergangslösung bis zum Kita-Neubau

Neue Kinderbetreuung

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Im zweiten Obergeschoss der Spitalgasse 8 sollen ab 1. September Kinder in zwei Gruppen betreut werden.

Füssen – Eine Übergangslösung für die Kinder, die auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz stehen, hat jetzt die Füssener Stadtverwaltung, mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Landratsamt Ostallgäu gefunden, erklärte Markus Gmeiner am Dienstag im Sozialausschuss.

Da mit dem Bau des neuen Kindergartens frühestens im September begonnen werden kann, musste sich die Stadt eine Zwischenlösung überlegen. Und die habe man nun gefunden, so Gmeiner. Bis zur Fertigstellung des neuen AWO-Kindergartens sollen die Kinder in zwei Gruppen in der Spitalgasse 8 betreut werden. 

Mit den ehemaligen Praxisräumen in der Spitalgasse hat die Stadt eine kostengünstige Lösung gefunden. Denn das Haus gehört der Stadt Füssen, so dass sie keine Miete bezahlen müsse, erklärte Gmeiner. 

Die Räume seien groß und hell. Allerdings müsse die Stadt noch einen zweiten Fluchtweg schaffen. Hier werden dann 30 Kinder in zwei Gruppen betreut. Bis jetzt habe die AWO dafür schon drei Fachkräfte eingestellt. Ab dem 1. September sollen die Kinder hier solange untergebracht werden, „bis der neue AWO-Kindergarten steht“, sagte Gmeiner. 

"Optimale Lösung"

Damit geht dann auch die Zeit der Spielgruppe im AWO-Kinderhort zu Ende. Seit September hatten sich hier eine Fachkraft und zwei Mütter um die Kinder gekümmert, die auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz standen. Ihnen sprach Gmeiner nun seinen Dank aus. „Die haben das sehr gut gemacht.“ 

Die neue Lösung in der Spitalgasse sei „eine sehr positive Nachricht für die Stadt und die Eltern, die bis jetzt auf Kohlen saßen“, so Gmeiner. Das sahen auch die Stadträte so. Martin Metzger (BfF) bedankte sich bei Gmeiner für die gute Organisation und die kostengünstige Lösung. Dass die Stadtverwaltung nun eine „optimale Lösung“ gefunden habe, sei aber den Stadträten zu verdanken, die „bewusst gebremst“ hätten, so Metzger. „Das Bremsen hat mit dem Geld zu tun gehabt“, meinte auch Jürgen Doser (FWF). 

Es sei die Aufgabe der Stadträte die verschiedenen Optionen, dazu zählte beispielsweise ein Shuttleservice nach Pfronten, abzuwägen. „Wir haben echt alles richtig gemacht. Das waren andere Dimensionen als wo wir jetzt sind.“ 

Ein Balanceakt

„Die Lösung war nicht ganz einfach umzusetzen“, erklärte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD). „Das war ein Balanceakt, der aber gelungen ist. Man muss auch uns manchmal verstehen, dass wir auf Lösungen drücken, die möglichst schnell gehen. Wir werden von verschiedenen Seiten so unter Druck genommen.“ Und dazu gehöre auch der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

kk

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