"Zu den Acht Seligkeiten": Arbeiten sollen frühestens 2019 beginnen

Kirche wird abgerissen

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Unübersehbar in Füssen-West: Die katholische Kirche „Zu den Acht Seligkeiten”, die 1966 mit gut 600 Sitzplätzen errichtet wurde.

Füssen – Die Kirche „Zu den Acht Seligkeiten” in Füssen West wird abgerissen. Das hat jetzt Stadtpfarrer Frank Deuring auf Nachfrage des Kreisbote erklärt. 60 Vertreter, die unterschiedlichen Gremien der Pfarreiengemeinschaft angehören, haben das offiziell beschlossen. 

Die Abrissarbeiten sollen frühestens Ende 2019 beginnen. Die Pfarreiengemeinschaft befinde sich derzeit „in der Planungsphase, was für uns alle wieder sehr viel Arbeit bedeutet“, so Deuring.

Auf dem kircheneigenen Gelände, das ein ausreichend großes Baugrundstück für den geplanten Kindergarten bietet, soll auch ein behaglicher Kirchenraum entstehen, der für 100 Besucher Platz biete, beschlossen die Vertreter. Daneben soll er als „Begegnungszentrum“ dienen. 

Sie stimmten auch zu, dass das Seelos-Hauses in der Hinteren Gasse und das Pfarrbüro in der Altstadt anders genutzt werden. Nach den Ideen des „Pastorales Nutzungskonzept“ soll jetzt weiter geplant werden. Auszugehen sei von einem Fünf-Jahre-Zeitrahmen ab 2018. 

Nachdem die Besucherzahl in der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten”, die 600 Gläubigen Platz bietet, auf rund 60 bis 80 Besucher im Sonntagsgottesdienst zurückgegangen war, hatte man begonnen über Veränderungen zu diskutieren. Zudem stellten Sachverständige fest, dass der Kindergarten St. Gabriel nicht saniert werden könne. 

Neben allen Veränderungen gibt es laut Pfarrer Deuring aber auch eine Konstante. Fest stehe: „Die Basilika St. Mang ist weiterhin unsere Hauptkirche.“ Dies sei auch dann der Fall, falls die Wohnung für den Pfarrer nicht mehr in der Altstadt liegt. Wenn der Pfarrer in den geplanten Neubau ziehen würde, so heißt es aus den Gremien, wäre er als Seelsorger näher bei den jungen, oft neu zugezogenen Füssener Familien und den Bewohnern von Seniorenheimen. In diesem Fall würde eine neue Anlaufstelle in der Altstadt geschaffen. 

Zu den Kosten gibt es offiziell noch keine Schätzungen. Pfarrer Deuring hatte aber schon bei der ersten Vorstellung der Überlegungen versichert, dass mit den Kirchensteuergeldern „verantwortungsvoll umgegangen wird“. Er unterstrich dabei: „Wir wollen Zukunft gestalten, statt Untergang verwalten.“

Chris Friedrich

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