Benefizveranstaltung: Trachtenverein Rieden spendet 1700 Euro für die Kirchensanierung St. Urban

Ein erfolgreicher Auftritt

+
Beim Benefiz-Theater freuen sich die  Riedener Trachtlergruppe über den Erlös von 1700 Euro zugunsten der Kirchensanierung St. Urban. Dabei nötigt der gespielte „Domkapitular“ Rupert Helmer (Mitte) dem wahren Pfarrer Hans-Ulrich Schneider (2. v. l.) unter dem Gelächter der Zuschauer einen geistlichen Handkuss ab.

Rieden a.F. – „Dem Himmel sei Dank:“ 1700 Euro hat die gleichnamige Benefizveranstaltung der Theatergruppe des Riedener Trachtenvereins im Haus am Kalkofen eingebracht. Mit dem Erlös des noch einmal aufgeführten Theaterstücks „Dem Himmel sei Dank“ wird die Sanierung der Kirche St. Urban unterstützt.

Mit dem Wortspiel „Willi Zettl hat diese Benefizveranstaltung angezettelt“ wies die Trachtlerchefin Ingrid Mattern auf die Initiative des Kirchenpflegers und früheren Bankers hin. Seit die Standortsicherung in der früheren Pfarrkirche auf Anregung der Diözese durchgeführt wurde, war klar: Die Empore musste sofort abgestützt werden, da die Tragbalken abgefault waren.

Noch schlimmer: Erhebliche Mängel an Kirchenschiff, Sakristei und Turm müssen dringend behoben werden. Hier sind Lager auszuwechseln und die zu schwache Dachlattung zu erneuern. Und dann der Schock: Die vorläufige Kostenschätzung der Sanierung ergab 350.000 Euro. Das könne die Pfarrkirchenstiftung St. Urban nicht annähernd aufbringen, wie Pfarrer Hans-Ulrich Schneider und Kirchenpfleger Zettl schnell erkannten.

Zwar bezahlte die Diözese die 10.000 Euro, die für die Prüfung nötig waren. Aber selbst bei großer Unterstützung des Augsburger Bistums wird ein großer Brocken übrig bleiben, den die Pfarrei nicht zur Verfügung hat. Da kamen erste kleinere Spenden gerade recht. Einen beachtlichen Betrag spülten jetzt die Einnahmen aus dem Theaterabend ein. „Und vielleicht verzichtet die Kommune auf die Saalmiete“, rang Mattern schmunzelnd den anwesenden Gemeindevertretern ein wohlwollendes Nicken ab.

In dem Lustspiel in drei Akten sammelte der Ortspfarrer (Christian Kinker) ganz unkonventionell Spenden für die Kirchensanierung. Wobei in dem Stück viel Lokalkolorit eingewoben wurde. Beim Nächteweisen Benefiz-Kartenspielen im Pfarrhaus statt in den Gasthöfen „Rössle“ oder im „Schwarzenbach“ traten bereits die ersten Verwicklungen auf. Die konnte auch die resolute wie gewiefte Haushälterin (Anita Köpf) irgendwann kaum noch lösen. Als der „Pfarrer“ auch noch eigenhändig Maushäufen beseitigen musste, um die Pachteinahmen zugunsten der Kirchenrenovierung nicht zu schmälern, da kam der Domkapitular (Rupert Helmer) zur peinlichen Visitation.

Anders als Weihbischof Florian Wörner, der vor kurzem tatsächlich einen angenehmen Besuch abgestattet hatte, drohte der Domkapitular unter dem schallenden Gelächter des Publikums dem Pfarrer mit der Versetzung nach Trauchgau „…oder gar nach Wildsteig!“ Aber auch die anderen Spieler neben dem immermüden Mesner (Knut Schweiger) und seiner resoluten Frau (Kathrin Heimlich) rissen die Zuschauer zu kräftigem Applaus hin.

So konnte der echte Pfarrherr Hans-Ulrich Schneider nach dem Schlussapplaus den Spendenscheck in Höhe von 1700 Euro entgegen nehmen. Dazu hatten sich auf der Bühne noch einmal alle Mitwirkenden versammelt. Da dies aber erst der Auftakt zu weiteren Spenden sein sollte, hat der Kirchenpfleger ein Spendenkonto eingerichtet.

ar

Meistgelesen

ATV überschlägt sich
ATV überschlägt sich
Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
"Wichtiger als der Karneval"
"Wichtiger als der Karneval"
Der Landkreis greift durch
Der Landkreis greift durch

Kommentare