Beim Empfang der Landtags-SPD im Festspielhaus glänzt Christian Ude

Vom OB zum Kabarettist

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Tipps vom Altoberbürgermeister: Der frühere Münchner Rathauschef Christian Ude (links) instruiert Füssens Stadtoberhaupt Paul Iacob (Mitte) beim Anzapfen des Fasses. Der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert assistiert.

Füssen – „O´zapft is“, hieß es am Montagabend und damit zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich in der Bierwirtschaft im Ludwigs Festspielhaus am Ufer des Forggensees. 

Dort stach der Füssener Bürgermeister Paul Iacob (SPD) auf Einladung der Landtagsfraktion der bayerischen Sozialdemokraten für Kommunalpolitiker aus dem ganzen Ostallgäu ein Fass Bier an. Dass dies schließlich mit nur wenigen Schlägen und vollkommen unfallfrei über die Bühne ging, lag aber wohl nicht allein daran, dass der Füssener Rathauschef darin mittlerweile einige Erfahrung hat. Stand ihm dabei doch in Christian Ude der ehemalige Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt München mit Rat und Tat zur Seite.

Und jener hatte diese Zeremonie während seiner Amtszeit viele Male auf dem Oktoberfest erfolgreich zelebriert. Dabei wäre gleich am Anfang, kurz nach seiner Wahl zum Münchner Stadtoberhaupt 1993, beinahe alles schiefgegangen, und Ude hätte auf der Wiesn eine „Katastrophe“ ausgelöst, wie er launig erzählte. Schuld daran war die Linkshändigkeit des Altoberbürgermeisters, die es schließlich nötig machte, die Tribüne für die Pressefotografen anstatt auf der rechten auf der linken Seite zu errichten. Dadurch sei gerade noch vermieden worden, dass „Unheil über die Landeshauptstadt“ gebracht worden wäre, las Ude aus seinem Text mit dem Titel „O´zapft is“ vor, mit dem er die etwa 80 Kommunalpolitiker bestens amüsierte. 

Diese hatte der SPD-Sprecher für Kommunal- und Innenpolitik im bayerischen Landtag, der Füssener Abgeordnete Dr. Paul Wengert, zuvor begrüßt und dabei seinen Dank „für euer Engagement“ ausgedrückt sowie die Einladung als „Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit“ bezeichnet. Weiter sagte Wengert: „Kommunen sind das Fundament des Freistaats Bayern und erster Ansprechpartner für die Bürger.“ 

Die seien das Wichtigste in den Gemeinden, die bei ihren mittlerweile anspruchsvoller gewordenen Aufgaben der Unterstützung durch den Freistaat bedürften. Schließlich betonte Wengert: „Politik für die Kommunen ist Politik für die Bürger.“

Für eine finanzielle Hilfe für die Kommunen seitens des Freistaats Bayern plädierte auch der Landtagsabgeordnete Harald Güller, der sein „Vorprogramm von Christian Ude“ den „schwersten Teil des Abends“ nannte. Und während er im Rahmen dessen einen „faireren kommunalen Finanzausgleich“ sowie „mehr Gerechtigkeit“ forderte, betonte er, dass die Gemeinden in verschiedenen Bereichen „entlastet werden“ müssten. Als Themen nannte er dabei beispielsweise die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Sanierung kommunaler Bäder und die Finanzierung gemeindlicher Krankenhäuser. Außerdem sprach Güller einer größeren „Steuerehrlichkeit“ das Wort.

lex

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