Die Jungstars Danae und Kiveli Dörken begeistern am Klavier in Pinswang

Harmonisch und ausdrucksstark

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Brillante Klaviermusik: Die lassen Danae und Kiveli Dörken jüngst in der „Villa“ in Pinswang virtuos erklingen.

Pinswang – Nachdem sie vor wenigen Jahren noch als musikalische Wunderkinder bezeichnet wurden, sind Danae und Kiveli Dörken dem Kindesalter mittlerweile entwachsen und „inzwischen renommiert“, wie Alexander Holzammer die beiden Schwestern vor deren jüngstem Klavierkonzert in der „Villa“ in Pinswang nannte.

Die 23 sowie 19 Jahre alten Pianistinnen präsentierten den ungefähr 40 Besuchern an diesem Abend denn auch gleichwohl künstlerisch absolut Wundervolles. Mit ihrem anspruchsvollen Programm von phasenweise geradezu poetisch klingenden Stücken rissen die Dörkens das Publikum zwischendrin immer wieder zu begeisterten Jubelrufen. Nach dem rund eineinhalb Stunden langen Konzert spendete das Publikum einen langen, frenetischen Applaus. Alexander Holzammer und seiner Frau Lilian ist es indes hoch anzurechnen, dass sie solche in Expertenkreisen hoch gehandelten „Jungstars“ immer noch zu Auftritten in ihre „Villa“ in Österreich locken können. 

Sind Danae und Kiveli Dörken doch längst schon viel mehr in größeren Musiksälen wie beispielsweise der Philharmonie Essen, Philharmonie Köln, dem Gasteig in München, dem Mozarteum Salzburg, dem Konzerthaus Berlin und der Tonhalle Düsseldorf zu Hause, wo ihnen teilweise der rote Teppich ausgerollt wird. Und das völlig zu Recht, was auch beim jüngsten Abend in der „Villa“ deutlich wurde. 

So eröffneten die beiden diesen mit dem Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Sonate D-Dur KV 448“ schwungvoll vierhändig, während sie dabei kongenial harmonisch wie aus einem Guss spielten. Kaum minder beeindruckend waren anschließend auch die jeweiligen Soloauftritte, in denen Danae mit Leoš Janáčeks „Sonate 1. X. 1905“ sowie Mozarts „Sonate F-Dur KV 280“ ihre Virtuosität sowie breitgefächerte Ausdruckskraft bewies. Zudem glänzte Kiveli sowohl mit der „Chaconne d-Moll BWV 1004“ von Johann Sebastian Bach und Ferruccio Busoni als auch mit der „Sonate fis-Moll op. 11“ von Robert Schumann. 

Klassik und Rock´n´Roll 

Bei Carl Czernys „Fantasia e variazioni sur l´opera I Puritani di Bellini op. 376“ vereinten sich die beiden dann wieder zu einem perfekten Zusammenspiel von hundertprozentiger Meisterschaft, mit dem sie ein brillantes Finale grande des offiziellen Teils ihres Programmes lieferten. Nach Danae Dörkens Worten folgte schließlich als Zugabe „was ganz anderes“. Dabei schlug sie noch einmal mit Kiveli zusammen wesentlich modernere Töne an und die beiden Schwestern präsentierten ein kurzes, temperamentvolles Stück im Rock´n´Roll -Rhythmus.

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