Malen als Therapie

Farbkräftig: So präsentieren sich Klaudia Mareks Bilder, die derzeit in der Galerie Vincent zu sehen sind. Foto: Berndt

Pfronten – Klaudia Mareks Lieblingsfarben seien Grün und Blau, gestand die Malerin bei der Vernissage ihrer Ausstellung „Emotionen" in der Galerie Vincent. So ist es nicht verwunderlich, dass zwei ihrer Lieblingsbilder unter den 24 ausgestellten Gemälden von Grün- und Blautönen dominiert werden. 

Gelb und Rot können gewissermaßen als Sinnbilder für feurige Emotionen stehen. So hob Galeristin Lioba Babel bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung auch hervor, dass die 1964 in Schlesien geborene Autodidaktin vorwiegend „aus der Emotion heraus“ male. Nach Auskunft der Künstlerin selbst wirke sich die Malerei quasi „wie eine Therapie“ bei ihr aus. Hier verarbeite sie ihr Leben, gestand sie. Deshalb falle es ihr auch „immer ein bisschen schwer, mich von den Bildern zu trennen“, so Marek. Das komme ihr in etwa so vor, „wie die Seele“ zu verkaufen. 

Wie eindringlich die Gefühlswelt ihre Malerei beeinflusst, wird bei „Emotionen“ schließlich nicht nur anhand von Mareks Bildern klar erkennbar, die sie ausschließlich in Acryl sowie zumeist per Mischtechnik auf die Leinwand gebracht hat. Ihre Werke sind überwiegend abstrakt und farbkräftig. 

Aufschluss über die seelischen Empfindungen der Künstlerin beim Kreieren ihrer Werke aus den vergangenen sechs Jahren geben bei dieser Ausstellung schließlich auch die Titel. Ob die Besucher von „Emotionen“ beim Betrachten der Gemälde „Frauenträume“, „Rote Gedanken“, „Funke der Hoffnung“, „Goldene Gedanken“, „Verletzte Herz“ oder „Zerfallen in Gedanken“ jedoch dieselben geistigen Vorstellungen beherrschen, können die sie jeweils mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr nachprüfen. Interessierte können die Gemälde nach telefonische Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten anschauen. lex

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