REA zieht Bilanz

Hilfe für die Kleinen

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Kleine Unternehmen wie die Konditorei von Susanne Matzner profitieren vom regionalwirtschaftlichen Programm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte.

Außerfern/Pflach – Viel zu tun hatten die Mitarbeiter der Regionalentwicklung Außerfern (REA) im vergangenen Jahr: Denn die neuen Förderprogramme sind seit rund eineinhalb Jahren in Kraft. In dieser Zeit gingen an die 80 Projektanträge über die REA-Schreibtische.

Diese summieren sich zu einer Gesamtinvestitionssumme von 25,9 Millionen Euro. Davon entfallen rund acht Millionen Euro auf bewilligte bzw. teilweise bereits ausgezahlte Förderungen von Land, Bund und/oder EU. Die genannten Anträge sind oft das Ergebnis monatelanger Projektentwicklungen wie etwa bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Hier stehen vor allem vier große Projekte im Bereich Tourismusentwicklung mit einem Gesamtvolumen von rund 5,26 Millionen Euro im Fokus. 

Die entsprechenden Förderungen aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung belaufen sich auf 75 Prozent. Diese Projekte zielen vor allem auf die Entwicklung grenzüberschreitender MTB-Angebote, eines Höhenweitwanderwegs „Grenzgänger“ in den Allgäuer Alpen sowie von gesundheitstouristischen Angeboten in der Lechweg-Region. Hinzu kommt eine Intensivierung der Zusammenarbeit in der Zugspitz-Arena Bayern-Tirol.

 Im Fokus stehen hier eine grenzüberschreitende Gästekarte, der gemeinsame Vertrieb in Überseemärkten, Marketing für eine autofreie Anreise sowie gemeinsame Rad- und Trailrunning-Angebote. 20 Jahre

"Via Salina" 

Die Euregio „Via Salina“, ein Zusammenschluss von Außerfern, Allgäu und Kleinwalsertal, feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. „Dank der Euregio konnten wir sehr enge Beziehung zu unseren Nachbarn aufbauen. In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit steckt für unsere Region noch viel Potenzial“, hält REA-Obmann Alois Oberer fest. 

Der Schwerpunkt der bisherigen LEADER-Projekte lag demnach bei Bildungsmaßnahmen im Gesundheitsbereich sowie bei der touristischen Infrastruktur. Größtes Projekt ist dabei die Spiele- und Boulderhalle in Tannheim. Allein für dieses Projekt fließen rund 600.000 Euro ins Hochtal. Bei der Mehrheit der Investitionsfälle handelt es sich um Wirtschaftsförderungen über das regionalwirtschaftliche Programm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte. 

Über dieses zehnjährige Programm stehen jährlich 700.000 Euro an Landesmitteln zur Verfügung. 

Viele Gespräche

Angezapft werden darüber hinaus aber auch die Tiroler Kleinunternehmerförderung und die Wachstumsoffensive für Kleinstbetriebe. 

Bei allen Maßnahmen der Wirtschaftsförderung stimmt sich die REA eigenen Angaben zufolge intensiv mit der Wirtschaftskammer, dem Land Tirol sowie den Banken und Steuerberatern ab, sodass die Unternehmen im Außerfern von einem optimalen Beratungspaket profitieren. 

Nach intensiven Jahren der Schaffung und Verbesserung der touristischen Infrastruktur ziehen der REA zufolge mittlerweile auch die Betriebe nach. Allein die gewerblichen Beherbergungsbetriebe investieren demnach 9,6 Millionen Euro in qualitätssteigernde Maßnahmen bzw. in neue hochwertige Gästebetten. 

Bei den Privatzimmervermietern belaufe sich die Investitionssumme auf rund 830.000 Euro. Voraussetzung für eine Förderung ist das Erreichen von mindestens drei Sternen im gewerblichen Bereich bzw. drei Edelweiß bei den Privatzimmervermietern. 

Aber nicht nur der Beherbergungssektor profitiere von den Förderungen. Auch kleine Gewerbebetriebe wie die neue Konditorei von Susanne Matzner in Lechaschau erhielten Unterstützung. Im Vordergrund stünden dabei die Gründung bzw. Weiterentwicklung von Betrieben. Reine Ersatzinvestitionen werden dagegen nicht gefördert.

kb

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