Kliniken bis 2014 sanieren

Füssens Bürgermeister Paul Iacob. Foto: Archiv

Am 27. Juli will der Verwaltungsrat der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren eine Entscheidung über die Zukunft des Klinikverbunddes treffen. Der Vize-Vorsitzende des Gremiums, Landrat Johann Fleschhut (FW) hatte im Vorfeld die Bürgermeister des Landkreises zu sich eingeladen, um sie über den Sachstand zu informieren und sich Rückendeckung für seine bevorzugte Lösung zu holen. Die sieht vor, keine der fünf Kliniken zu schließen und ein Defizit von einer Million Euro jährlich zu akzeptieren. Mit dabei war auch Füssens Bürgermeister Paul Iacob. Der KREISBOTE hat jetzt bei ihm nachgefragt.

Landrat Johann Fleschhut berichtet von einer breiten Mehrheit der Ostallgäuer Rathauschefs, die bei der Bürgermeisterbesprechung kürzlich für einen Erhalt aller fünf Kliniken gestimmt haben. Waren Sie auch dafür? Iacob: „Ich habe dafür gestimmt unter der Voraussetzung, dass bis 2014 die Umstrukturierung und Spezialisierung der Krankenhäuser abgeschlossen und das jährliche Defizit auf eine Million Euro reduziert worden sein muss. Wenn das nicht gelingt, müssen konsequenter Weise alle Alternativen durchdacht werden.“ "Engagierte Gespräche" Sie haben bei vielen Gelegenheiten die hohe Kreisumlage moniert. Nehmen Sie mit ihrem Ja zu einem gewissen Defizit nicht eine Erhöhung in kauf? Iacob: „Es wurde von Seiten der Bürgermeister klargestellt, dass es wegen des Defizits der Kliniken keine weitere Erhöhung der Kreisumlage geben darf. Die Kommunen sind finanziell bereits am Ende der Fahnenstange angelangt.“ Dem Krankenhaus in Füssen droht weiterhin die Schließung seiner Geburtenabteilungen. Wie wollen sie die abwenden? Iacob: „Die Entscheidung über eine Veränderung von medizinischen Fachbereichen und Einrichtungen in den Häusern liegt im Ermessen des Verwaltungsrates. Dennoch sind in Füssen sehr engagierte Gespräche im Gange, um verschiedene Fachbereiche in Kooperation mit anderen Häusern – auch außerhalb unserer Kliniken – zu erhalten. Hierbei geht es vor allem um die Geburtenabteilung. Dabei sind natürlich auch Gespräche mit den Kassen und weiteren Institutionen nötig. Ich bin aber auch hier in einem positiven Denken."

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