Füssener Hebammen wollen werdenden Müttern die Geburt so einfach wie möglich machen

Wo sich junge Mütter wohlfühlen

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Dr. Winfried Eschholz mit Mama Simone Scheerschmidt und dem kleinen Paul Matthias, der am 22. Oktober in Füssen das Licht der Welt erblickt hat.

Füssen – Jede werdende Mutter persönlich und individuell so zu begleiten, dass Frauen die Geburt als stimmiges und einzigartiges Erlebnis in Erinnerung behalten, ist der Anspruch der Hebammen in Füssen. Dazu gehört der Geburt die Zeit zu lassen, die sie braucht. So kann sich die Gebärende sicher und aufgehoben fühlen.

Doch bedarf es dazu nicht nur langjähriger Erfahrung der Hebamme, sie muss der werdenden Mutter vor allem auch mit viel Empathie für deren persönlichen Geburtsprozess begegnen. „Jede Frau ist anders und jede Geburt ist ebenso individuell, wie die Frau, die sie durchlebt“, so die Geburtshelferin Katja Forster. „Deshalb hole ich die Frau dort ab, wo sie steht. Ich will mit ihr ihren Weg gehen und sie darin bestmöglich unterstützen!“.

Immer mehr werdende Mütter schätzen die ruhige und persönliche Atmosphäre in der Füssener Geburtsabteilung. Seit Jahren steigende Zahlen bestätigen dies.

Auch Chefarzt Dr. Winfried Eschholz sieht den Grund dafür in der individuellen Betreuung und Begleitung der Frauen. „Wir gehen sehr auf die Wünsche der werdenden Mütter ein und nehmen sie in ihren Bedürfnissen ernst“, so Eschholz.

Viele offene Fragen

Natürliche Geburt ja oder nein. Anästhesie ja oder nein. Stillen ja oder nein. All das seien persönliche Entscheidungen der Frauen, die man nicht bewerte und auf die man keinen Einfluss zu nehmen versuche. „Wir respektieren das, was die Mutter möchte und finden im persönlichen Gespräch immer einen Weg im Rahmen des medizinisch Vertretbaren“, sagt Eschholz. „Auch nach der Geburt.“

Alle Schwestern sind ausgebildete Kinderkrankenschwestern und speziell für Säuglingspflege sowie die Beratung junger Mütter geschult. In Füssen sorgen sich insgesamt acht Ärzte, fünf Hebammen und acht Schwestern rund um die Uhr um das Wohl von Mutter und Kind. Dass auch der junge Papa die ersten Lebenstage seines Babys in der Klinik miterleben kann, macht eine unkomplizierte Unterbringung im Familienzimmer gegen einen kleinen Betrag für Kost und Logis möglich.

Keine Abfertigung

Chefarzt Dr. Eschholz und die Hebammen nehmen sich die Zeit, all das im persönlichen Gespräch vor der Geburt zu besprechen. „Bei uns gibt es keine Gruppenabfertigung“, sagt Eschholz. Schon beim Kennenlernen lege man größten Wert auf Intimität, individuelle Betreuung und Beratung sowie eine Vertrauen schaffende Atmosphäre.

Nicht zuletzt sei dies mit ausschlaggebend für eine geringe Komplikationsrate bei der Geburt und die sehr niedrige Verlegungsquote der Babys in die Kinderklinik. „Die ärztliche Betreuung der Neugeborenen übernehmen die Kinderärzte am Ort, die später dann auch die weitere Vorsorge durchführen“, so Eschholz. Froh stimme nun alle, dass die Füssener Gynäkologie und Geburtshilfe mit ihrer Station in einen hell und freundlich renovierten Bereich der Klinik habe umziehen können, wo jedes Zimmer mit Dusche und WC ausgestattet sei.

Besonders schätzten Hebammen und werdende Mütter den neuen, warm und modern eingerichteten Kreißsaalbereich, der erst Mitte April in Betrieb genommen worden war (der Kreisbote berichtete).

kb

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