Tausende Gäste besuchen die 15. Ritterspiele an der Klause Ehrenberg

Ritter, Kämpfe und Reitkunst auf Ehrenberg

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Farbenprächtige Kostüme und viel mittelalterliche Action erleben die Besucher am Wochenende bei den Ehrenberger Ritterspielen.
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Farbenprächtige Kostüme und viel mittelalterliche Action erleben die Besucher am Wochenende bei den Ehrenberger Ritterspielen.

Reutte – Kanonendonner und klirrende Schwerter waren am Wochenende an der Klause Ehrenberg zu hören. Denn dort fand von Freitag bis Sonntag die 15. Inszenierung der Ritterspiele „Ehrenberg-

Farbenprächtige Kostüme und viel mittelalterliche Action erleben die Besucher am Wochenende bei den Ehrenberger Ritterspielen.

Die Zeitreise“ statt. Über 2000 Akteure stellten hier die Lebensbedingungen von den Römern bis zum Barock nach, zeigten ihre Kampfkunst und boten auf dem Mittelaltermarkt alles an, was Ritter und Edelfräulein so zum Leben brauchen. Und tausende Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen. „Bei euch ist der Kaiser und seine Gemahlin daheim“, begrüßte Kaiser Maximilian I von Habsburg seine Untertanen in der Turnierarena. 

Dort hatte sich der Herrscher mit seinem Gefolge, darunter seiner Gemahlin Bianca Maria Sforza und seiner Tochter Margarete von Österreich, niedergelassen, um dem Turnier beizuwohnen. Das musste klären, wer künftig über Ehrenberg herrschen werde, nachdem das „Amulette von Seth“ den eigentlich gerechten Herrscher, Anders von Reutte, verflucht hatte. So trat der Herrscher als Schwarze Ritter mit seinem Gefolge zu Pferd und mit Lanzen, Schwertern sowie Pfeil und Bogen gegen die Compagney des Drachen an. 

Nicht weniger rasant ging es ein paar Meter weiter bei der Schlacht um Ehrenberg zu, wo 1546 im Schmalkaldischen Krieg Katholiken und Protestanten aufeinandertrafen. 

Brüder kämpfen gegeneinander

Auch wenn die Schlacht im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges keine besonders große Rolle gespielt hatte, wie Herold Michel von Aragon den Zuschauern erklärte, hatte sie trotzdem eine Besonderheit vorzuweisen. Denn hier traten zwei Brüder gegen einander an. 

Während Balthasar Fieger die Katholiken anführte, die die Burg Ehrenberg einnehmen wollten, stand sein Bruder Melchior an der Spitze der protestantischen Verteidiger. „Zusammen mit ihrem Bruder Kaspar waren sie die Stars im Krippenspiel“, witzelte der Herold, der humorvoll durch die Schlacht führte. Dabei streute er auch viele interessante Fakten ein. 

So erfuhren die Besucher, dass die Darsteller mit Rüstungen auf dem Feld standen, die zwischen 30 und 45 Kilogramm wogen. Auch die 1,8 bis 3,5 Kilogramm schweren Waffen waren authentische Nachbildungen der Originale dieser Zeit. Der einzige Unterschied: „Sie sind stumpf und nicht spitz.“ Davon inspiriert konnten die kleinen Besucher mit Plüschpferden ihr eigenes Ritterturnier nachstellen. Die nötigen Accessoires wie Holzschwert, -schild, Axt oder Pfeil und Bogen gab es auf dem Mittelaltermarkt zu kaufen. 

Daneben konnten sich die kleinen Besucher im Axtwerfen oder Bogenschießen versuchen, auf Drachenjagd gehen oder eine Runde im Handkurbel-Riesenrad drehen. 

Das Spiel mit dem Feuer

Die älteren Besucher schlenderten derweil über den Mittelaltermarkt und statteten sich mit neuen Gewändern, Rüstungen oder Schmuck aus. Für eine neue Frisur sorgte der Barbier und einen Blick in die Zukunft konnten die Besucher beim Kartenlegen erhaschen.

Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche Essensstände, die neben Spanferkel, Langos und Spiralkartoffeln auch so passende Gerichte wie „Knappentopf“ und „Drachenwurst“ anboten. Für Musik sorgten unter anderem die Spielleute Abinferis, während die Gaukler Mimikry mit Feuer spielten und so manchen Zuschauer zum Jubeln brachte.

kk

Rubriklistenbild: © Katharina Knoll

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