Sanatorium erweitert sein Angebot

Kneipp Sanatorium Möst will psychosomatische Abteilung aufbauen

Das Kneipp Sanatorium Möst am Hopfensee in Füssen.
+
Seit 1. Juli gehört das Kneipp Sanatorium Möst zur Fachklinik Allgäu. Mit Beginn des kommenden Jahres möchte es mit einer psychosomatischen Abteilung sein Angebot erweitern.

Füssen – Das Kneipp Sanatorium Möst baut zu Beginn des kommenden Jahres eine psychosomatische Abteilung für Rehabilitationspatienten auf. 

Das Kneipp Sanatorium Möst liegt direkt am Hopfensee mit einem eigenen Strand. Bisher bietet das Haus mit Hotelambiente sowohl Kur als auch Rehamaßnahmen an. Ein weiterer Schwerpunkt liegt nach eigenen Angaben auf der Prävention, der Regeneration und Erholung mit verschiedenen individuellen Angeboten. Das Angebot umfasst sowohl den medizinischen Bereich, die Ernährung und bietet ein großes Spektrum an sporttherapeutischen Heilbehandlungen bis hin zu Entspannungsverfahren. Als traditionelles Kneipphaus legt das Kneipp Sanatorium dabei auch Wert auf die klassischen Kneippanwendungen.

Zum 1. Juli übernahm die Fachklinik Allgäu aus Pfronten das Familienunternehmen. „Uns liegt besonders am Herzen, dass der familiäre Spirit und der Zusammenhalt in der Belegschaft weitergeführt und gelebt wird“, wird Geschäftsführer Andreas Nitsch in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Deshalb sei die komplette Belegschaft übernommen worden.

Strategische Weiterentwicklung

Nitsch freut sich, dass das motivierte Team weiter an Bord ist. „Das Haus ist gut aufgestellt und verfügt über eine hervorragende Ausstattung auf Hotelniveau. Dies möchten wir nun nutzen, um das Haus strategisch weiterzuentwickeln. Hierbei kommt uns das Know How aus der Fachklinik Allgäu zu gute“, berichtet Nitsch.

Das Sanatorium plant momentan zu Beginn des neuen Jahres eine psychosomatische Rehabilitationsabteilung aufzubauen. Laut dem Geschäftsführer sind die Wartezeiten auf eine psychosomatische Rehabilitation überregional sehr hoch. Die Pandemie habe die Situation weiter verschärft. Die Rehabranche rechnet in den kommenden Jahren mit einem weiteren Anstieg in dieser Indikation.

„Aktuell sind wir in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit der Deutschen Rentenversicherung Schwaben und das Einstellungsverfahren läuft. Für den Aufbau der Abteilung benötigen wir medizinisches Fachpersonal, wie Fachärzte, Assistenzärzte, examinierte Pflegekräfte, Psychologen, Ergotherapeuten und Ärzte für den Bereitschaftsdienst”, erklärte Nitsch. „Das Recruiting von Fachpersonal ist momentan die größte Herausforderung. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir motiviertes Personal finden, denn es ist eine spannende Aufgabe am Aufbau einer Abteilung beteiligt zu sein und die Abteilung mitgestalten zu können. “

Hohe Nachfrage

Mit dem neuen psychosomatischen Angebot will die Einrichtung der hohen Nachfrage der Betroffenen im süddeutschen Raum nachkommen. Nach Angaben des Senatoriums verschlechtern die momentan extrem langen Wartezeiten oft den Gesundheitszustand der Patienten. „Mit dem neuen Angebot wollen wir Abhilfe schaffen und einen schnelleren Zugang zur psychosomatischen Rehabilitation ermöglichen”, so Nitsch.

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Allgemeine Impfpflicht: Mehr Überzeugung, weniger Verpflichtung - Wie stehen Sie dazu?
Füssen
Allgemeine Impfpflicht: Mehr Überzeugung, weniger Verpflichtung - Wie stehen Sie dazu?
Allgemeine Impfpflicht: Mehr Überzeugung, weniger Verpflichtung - Wie stehen Sie dazu?
Babyboom in Füssen: 472 Säuglinge werden 2021 im Standesamtsbezirk geboren
Füssen
Babyboom in Füssen: 472 Säuglinge werden 2021 im Standesamtsbezirk geboren
Babyboom in Füssen: 472 Säuglinge werden 2021 im Standesamtsbezirk geboren
AfD will in Füssen erneut gegen Corona-Maßnahmen protestieren - Kritik an SPD
Füssen
AfD will in Füssen erneut gegen Corona-Maßnahmen protestieren - Kritik an SPD
AfD will in Füssen erneut gegen Corona-Maßnahmen protestieren - Kritik an SPD
Unbekannte entsorgen Bauschutt widerrechtlich auf Privatgrundstück
Füssen
Unbekannte entsorgen Bauschutt widerrechtlich auf Privatgrundstück
Unbekannte entsorgen Bauschutt widerrechtlich auf Privatgrundstück

Kommentare