Kneippen attraktiver machen

Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier erklärt, was Füssen Tourismus und Marketing (FTM) mit der Kneippinsel (im Hintergrund) erreichen möchte. Foto: Knoll

Die Kneippinsel am Hopfensee haben mit einer „Wassertaufe“ die „Taufpaten“ Horst Graf, Kurdirektor Bad Wörishofen, und Manfred Wagner, 1.Vorsitzender des Kneipp-Verein Füssen, am Freitag eingeweiht. Dazu versammelten sich neben der örtlichen Politik-Prominenz auch Landrat Johann Fleschhut (FW), Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) und Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert (SPD). Die Kneippinsel können Interessierte nun bis in den Spätherbst testen.

Da „Kneipp noch nicht so sexy“ ist, wolle man mit der Insel neue Interessierte für Sebastian Kneipps Lehren gewinnen, meinte Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier. Dafür nehme man auch gerne in Kauf, dass das Seewasser im Becken wärmer sein wird, als das in der reinen Kneipplehre vorgesehen ist. Bis zum nächsten Sommer sollen eine begehbare Kräuterspirale, „Gedankenbänke“ und Info-Stationen das Angebot abrunden. Die 50.000 Euro teure Insel hat zur Hälfte das Leader-Programm finanziert, ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums. Die weiteren Kosten haben Füssen Tourismus und Marketing und der Kur- und Verkehrsverein Hopfen am See übernommen. Nach elf Reden zerschnitt schließlich der 1.Vorsitzende des Kur- und Verkehrsverein Hopfen, Josef Hartung, das Absperrband und übernahm symbolisch die Kneippinsel. Der Verein wird die in Zukunft betreuen. Anschließend tauften die beiden Paten die Insel mit Wasser aus dem Hopfensee und aus Bad Wörishofen. Als erste Kneipp-Gäste krempelten sich im Anschluss Ursula Lax, zweite Füssener Bürgermeisterin, Stephan Stracke, Dr. Paul Wengert und Stefan Fredlmeier die Hostenbeine hoch und drehten eine Runde im Becken. Seit dem Jahr 2010 gab es laut dem Tourismusdirektor erste Überlegungen, wie man das Thema Kneipp am Hopfensee weiterentwickeln könnte. Nachdem sich aber der geplante „walk on water“ als nicht realisierbar herausgestellt hatte, hat man sich für eine Kneippinsel entschieden. Die ist ein Unikat. Als schließlich die Baufirma anfangen wollte zu bauen, wäre das in die „baulärmfreie Zeit“ gefallen. Deshalb kann man die Insel erst jetzt einweihen. Bis in den Spätherbst wird die Insel, die die Besucher nur barfuß betreten dürfen, getestet. Der Winter ist dann „die richtige Zeit für eventuelle Verbesserungen“, meinte Fredlmeier.

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