CSU-Fraktion überrascht den Ehrenbürger zum Geburtstag

Füssens Ehrenbürger Alfred Köpf feiert 90. Geburtstag

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Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (links) gratuliert Ehrenbürger und Parteifreund Alfred Köpf zum 90. Geburtstag.

Füssen – Geboren: am 21. März 1928. Bekannt geworden: als fleißiger, ideenreicher Handwerksmeister sowie als ehrenamtlicher CSU-Kommunalpolitiker. Ausgezeichnet: 2010 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Füssen.

Kann ein Mann wie Alfred Köpf noch irgend etwas überraschen? Ja! An seinem 90. Geburtstag am Mittwoch holten ihn zahlreiche Parteifreunde Zuhause ab und führten ihn zur „Roten Villa“, wo ihn Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU) bereits erwartete. 

Nachdem die CSU-Stadträte Uschi Lax, Andreas Eggensberger, Peter Hartung, Heinz Hipp und Andreas Eggenberger „Zum Geburtstag viel Glück...!“angestimmt hatten, ließen das Geburtstagskind, seine Frau Franziska und ihre Gäste sich mit Weißwürsten, Wienerle, Brezn und gefüllten Gläsern bewirten.

Dabei wurden Erinnerungen wach und der Beglückwünschte steuerte zahlreiche Anekdoten bei. „Durch den Schädelbasisbruch bin ich erst wach geworden“, meinte er im Rückblick auf das Jahr 1950. Doch da könnte man den Alfred Köpf bei allem Respekt durchaus korrigieren. Denn wer bei der Handwerksgesellenprüfung der Innungsbeste ist, dürfte seinerzeit kaum eine Schlafmütze gewesen sein. Belegt von Zeitzeugen ist jedoch, dass der Lehrling Alfred eher schüchtern war als ein Draufgänger. 

Belegt ist aber vor allem: Wenn Alfred Köpf nach seinen Lehrjahren eine Idee gut fand, wollte er sie unbedingt durchsetzen. Gelungen ist ihm dies vor allem mit einem eigenen Verkehrskonzept: 1967 präsentierte er die Idee für einen Grenzübergang bei Füssen mit Anschluss an das internationale Verkehrsnetz – die heutige A7 mit Grenztunnel. 

Gut gelungen ist ihm dies darüber hinaus mit der von München inspirierten Idee, die Reichenstraße zu einer Fußgängerzone zu machen. Damit hatte er heftigen Gegenwind aus der Bürgerschaft Ende der 1960er Jahre ausgelöst. Nicht gelungen ist ihm, den Bahnhof nach Füssen-West zu verlagern. Bei der Abstimmung im Stadtrat, wo sich Köpf eigentlich auf der sicheren Seite gewähnt hatte, wurde deutlich: Die Gegner hatten plötzlich eine Stimme mehr.

Ein "Ideen-Mächler"

Für Füssen konnte Alfred Köpf in über 40 Jahren als Kommunalpolitiker vieles bewegen, weil er gerne den Blick über den Tellerrand riskierte und für eine aus seiner Sicht gute Sache kämpfte. In der Tradition verhaftet bleiben, gleichzeitig aber Neues wagen wollen – im Allgäu wird bei Menschen wie Köpf von „Ideen-Mächler“ gesprochen. So stieß er den Neubau des Gymnasiums ebenso an wie die Zweigstelle der staatlichen Berufsschule Ostallgäu. 

Schon die nackten Zahlen – etwa, dass von ihm über 170 Lehrlinge im Schreinerhandwerk ausgebildet wurden – lassen erahnen, wie stark Alfred Köpf im Berufsalltag eingespannt war. Dennoch nahm er sich viel Zeit für kommunalpolitische Aktivitäten. Erst als Stadtrat, später als Kreisrat. Von 1966 bis 2009 war Alfred Köpf Stadtrat, davon 18 Jahre Fraktionsvorsitzender der CSU und zeitweise auch Ortsvorsitzender. Am Geburtstagstisch wirkte Alfred Köpf vital wie immer. 

So überrascht es nicht, dass er weiterhin am Vereinsleben teilnimmt. Vor kurzem wurde er bei der Jahreshauptversammlung der Füssener „Harmoniemusik“ begrüßt. Engagiert hat sich Köpf auch im Bereich Sport: Der EV Füssen und der Füssener Curlingverein sowie der Segelclub danken ihm für seinen Einsatz. Im Rahmen der Ernennung zum Füssener Ehrenbürger 2010 hieß es in der Laudatio: Alfred Köpf vertrete seine Positionen mit großer Leidenschaft. Seine Arbeit sei vor allem geprägt durch Toleranz.

cf

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