Ein Komma als "Schlusspunkt"...denn bei der Burgenregion Allgäu geht der Blick weit in die Zukunft

Dort wo alles seinen Ausgang nahm, setzten die verantwortlichen Macher der Burgenregion Allgäu einen Schlusspunkt – der jedoch eher ein Komma sein soll. Denn zum Rückblick auf ein durchweg gelungenes und vorbildliches Projekt der EU-Förderinitiative LEADERplus gehörte auch ein zielgerichteter Blick in die Zukunft.

Das strichen nicht nur LEADER-Manager Ethelbert Babl vom zuständigen Amt für Landwirtschaft und Forsten gemeinsam mit seinem Chef Dr. Alois Kling heraus. Mit dem Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut wiesen die übrigen Beteiligten aus den weiterhin Landkreisen Oberallgäu und Unterallgäu auf die Attraktivität für Einheimische und die Chancen für den Tourismus in einem aufstrebenden Marktsegment hin. Hier heiße es mit „vollen Segeln“ weiter zu machen und die erschlossenen Objekte mit den geschaffenen Angeboten und Inszenierungen gewinnbringend zu vermarkten. Informations- und Planungsmittel ist die nun vorgestellte Internetseite www.burgenregion.de. Dr. Joachim Zeune konnte zusätzlich druckfrisch den Burgenführer „Burgenregion Allgäu“ präsentieren. Wissenschaftlich fundierte Darstellungen werden hier von Freizeittipps sowie Anfahrts- und Standortplänen ergänzt. Die Burgenregion Allgäu zähle zu den Top-LEADER-Projekten und Eisenberg als Ort für den letzten Pressetermin sei nicht zufällig gewählt, erläuterte Dr. Alois Kling. Hier hatte es 2004 mit der federführenden Initiative seiner Gemeinde begonnen, erinnerte Alfons Stapf an die Anfänge. Heute gehören 38 Schlösser, Burgruinen, Burgställe und Stadtbefestigungen in 23 Kommunen aus drei Landkreisen zu diesem weitreichenden Projekt. Diesem letzten Pressetermine waren 50 Terminen vorausgegangen in denen Einzelmaßnahmen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Mit einem Investitionsvolumen von 650000 Euro, davon 300000 Euro aus dem EU-Fördertopf, konnte so gelingen, was Dr. Kling als Ziel erläuterte: Die brachliegenden Allgäuer Burgen seriös zu erschließen und attraktiv für Burgeninteressierte, Familien mit Kindern und Schulklassen zu gestalten. Unter professioneller Leitung des anerkannten Burgenforschers Dr. Joachim Zeune aus Eisenberg konnte so für die beteiligten Landkreise sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Kempten ein kulturtouristisches Maßnahmenpakete geschnürt und in den letzten drei Jahren umgesetzt werden. Worauf Landrat Fleschhut aufbauen möchte. Die Burgenregion passe wie kaum ein Projekt in die touristische Landschaft. Es habe einen guten Nutzen und hohe Identifikationswirkung für die einheimischen Bürger. Durch gute und bewusste Vermarktung ließen sich zudem Gäste überzeugen und ein wirtschaftlicher Rückfluss der eingesetzten Finanzmittel erreichen.

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