Füssener Autobahnabfahrt soll leistungsfähiger gemacht werden

Zeit zum Handeln

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Der Verkehr aus Richtung Pfronten kommend hat zugenommen. Daher soll die Autobahnabfahrt aller Voraussicht nach eine Ampelanlage bekommen.

Füssen – Das Staatliche Straßenbauamt in Kempten will sowohl die A7-Abfahrt als auch die Auffahrt auf die Autobahn ertüchtigen.

„Die Verkehrsströme haben sich in den letzten Jahren gesteigert. Jetzt muss etwas getan werden“, erklärte der beim Kemptener Straßenbauamt dafür zuständige Ralf Eisele gegenüber dem Kreisbote. Die Begeisterung der Füssener Stadträte über die für dieses und kommendes Jahr geplanten Maßnahmen hält sich allerdings in Grenzen.

Bei den Überlegungen, wie der Verkehr im Bereich der A7/B310-Keuzung entzerrt und somit auch sicherer gemacht werden kann, konzentrieren sich die Planer im Staatlichen Bauamt Kempten derzeit vor allem auf die Autobahnabfahrt für den aus Norden kommenden Verkehr. An dieser Abfahrt kann entweder nach rechts in Richtung Weißensee und Pfronten abgebogen werden oder nach links in Richtung Füssen.

Vor allem die Linksabbieger aber machen den Planern Sorgen. Denn weil der Verkehr aus Richtung Pfronten kommend in den vergangenen Jahren zugenommen habe, müssten die Linksabbieger immer länger warten. Dadurch steige der Druck, auch mal in eine engere Lücke zu schlüpfen. Das habe im Laufe der Zeit zu deutlich mehr Unfällen geführt. „Die Stelle ist immer kritischer und gefährlicher geworden“, so Eisele im Gespräch mit unserer Zeitung. 

Daher plane die Baubehörde, wie von der Unfallkommission gewünscht, zum einen, auf der Abfahrtrampe eine Rechts- und eine Linksabbiegerspur einzurichten. Zum anderen soll eine Ampel errichtet werden. „Ohne Ampelanlage nehmen sich Rechts- und Linksabbieger gegenseitig die Sicht“, erläutert Werner Schmid vom Straßenbauamt. Gleichzeitig wird in der Abteilung Straßenbau der Kemptener Behörde darüber nachgedacht, auch die Kemptener Straße im Bereich der „Tunnelkreuzung“zu ertüchtigen. 

Denkbar ist hier eine Vergrößerung bzw. Verlängerung der Linksabbiegerspur für den Verkehr in Richtung Weißensee/Pfronten. Bevor eine Entscheidung fällt, soll aber zunächst eine Verkehrszählung mit Gutachten abgewartet werden. „Dann wird sich klären, ob die Rampe auf die A7 verbreitert werden muss“, sagte Eisele. 

Fest stehe aber, dass im Falle eines Baus einer Ampel an der Autobahnabfahrt diese mit der Ampelanlage an der „Tunnelkreuzung“ in Gleichklang geschaltet werden müsse. „Die zwei Anlagen müssen miteinander sprechen“, erklärte es Werner Schmid. „Im Endeffekt muss eine Anlage aus den beiden werden.“ Mit der Umsetzung der Maßnahme rechnen die beiden im kommenden Jahr.

Heuer sollen zunächst das Gutachten und die Planungen gemacht werden. Zu den Kosten seien derzeit noch keine Angaben möglich.

 Fest steht aber wohl, dass sich die Stadt Füssen finanziell an den Arbeiten wird beteiligen müssen. 

Kritik der Stadträte 

Bei den Stadträten im Bauausschuss stieß die Bekanntgabe der geplanten Vorhaben in der vergangenen Woche nicht nur auf ungeteilte Zustimmung. So wunderte sich CSU-Ratsmitglied Michael Schmück darüber, warum die Stadt mitbezahlen müsse. „Das ist doch eine Fehlplanung des Straßenbauamtes“, sagte er. Jürgen Doser von den Freien Wählern wünschte sich hingegen mehr Mitbeteiligung der Stadt. „Wir kriegen etwas mitgeteilt, müssen mitzahlen, aber dürfen nicht mitwirken“, sagte Doser. 

Obendrein sprach er sich gegen eine weitere Ampelanlage aus. Daher sollte dieses Thema seiner Meinung nach auch im Verkehrsausschus des Stadtrates beraten werden, forderte er. Schmücks Vorwurf der Fehlplanung weist Ralf Eisele vom Staatlichen Bauamt zurück. 

Vor allem die Steigerung des Verkehrs auf der B310 aus Richtung Pfronten kommend sei nicht absehbar gewesen. Dazu komme der zum Teil enorme Verkehr in der Hauptsaison oder am Wochenende in Richtung Österreich. „Jetzt muss etwas getan werden“, betonte er.

Matthias Matz

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