Schülerausstellung im Pfannerhaus erinnert an Johann Jakob Herkomer

Zeitreise in den Barock

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Mit anspruchsvollen Barock-Tänzen begeistern die Mädchen und Jungen das Publikum im Museum des Pfannerhauses.

Roßhaupten – Zur Eröffnung der Schülerausstellung „Johann Jakob Herkomer und die Zeit des Barock“ im Museum im Pfannerhaus drehten Kinder der Grundschule mit verschiedenen Aufführungen die Zeit zurück, in der der große Barockbaumeister aus Sameister lebte.

„Wir haben uns mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule ein Jahr auf dieses Projekt vorbereitet“, sagte Susanne Hassold, die im Team mit Ingrid Wittek, Susanne Kotte, Petra Track und Helga Puchele die theatralischen Stärken der Sechs- bis Zehnjährigen sichtbar machte. 

Zur Einstimmung eröffneten die Kinder mit zwei Menuetten den Reigen musikalisch. Mit einem höfischen Schreittanz und in stilechter Kleidung zeigten die Kleinen nicht nur ihre Musikalität, sondern im Bewegungsablauf auch die nicht ganz einfache Schrittfolgen. 

Ein besonderes Schauspiel war das Stück mit dem Titel „Madame und Monsieur Parapluie“. Vor allem deswegen, weil drei Pärchen ihre Ausführungen zum einen in der im Barock üblichen Sprache mit französischen Einflüssen, eines in hochdeutscher Sprache und eines in allgäuerisch die höfischen Szenen zum Besten gaben. 

Und das hörte sich dann so an: „Ma Cherie, du siehst mit deiner Taille formidable aus“, in hochdeutsch „Mein Liebling du siehst Aufsehen erregend gut aus“ und im Allgäuer Dialekt „Du luagscht scho ebs gleich mit deiner Bouschtur“.

Im weiten Rund des Museums waren verschiedene Situationen aus der damaligen Zeit erklärend dargestellt. Dass zum Beispiel die hygienischen Verhältnisse „grausig“ waren, die Gerüche „zum Himmel stanken“ und Ungeziefer wie Bettwanzen, Flöhe, Läuse an der Tagesordnung waren. Der soziale Unterschied zwischen den Adligen und dem Volk war riesig und wie auf einer Tafel dargestellt, bauten die reichen Fürsten Schlösser und feierten Feste. 

Aber es wurden auch Kirchen gebaut, wie eben durch Johann Jakob Herkomer oder wie durch Johann Sebastian Bach barocke Musik komponiert – beides ist bis auf den heutigen Tag erhalten und auch die weiteren Hinweise waren eine Reise durch das Barock. Schülerinnen führten zum Abschluss ihre Eltern, Tanten und Onkel und Freunde durch die mit viel Liebe zum Detail konzipierte Ausstellung. 

Die Ausstellung kann am kommenden Freitag, 7., sowie 14. Juli jeweils von 17.30 Uhr bis 19 Uhr und am Sonntag, 9. und 16. Juli, jeweils von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden. Dazu der Film „Die Sameister-Kapelle“ von Xaver Mayr gezeigt. 

ed

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