Kommt der B-Plan?

Im September ist Schluss mit dem Pfelegebetrieb im Bürgerspital. Dann soll nach dem Willen des Roten Kreuzes ein Neubau folgen. Groß ist der Kontrast zwischen dem alten Gebäude und dem modernen Entwurf, den am Dienstag vergangener Woche die Mitglieder des Bauausschusses als Computer-Animation zu sehen bekamen. Den will das Rote Kreuz an die Stelle des alten Gebäudes setzen. Damit der Rest der Fläche aber nicht wild bebaut wird, erwägen die Mitglieder nun, einen Bebauungsplan aufzustellen.

Viel Lob gab es für den Entwurf des ungleich moderneren neuen Gebäudes. „Der ganze Baukörper lebt und ist dynamisch“ urteilte Beispielsweise Stadrat Franz Nagel. Bürgermeister Paul Iacob sah jedoch ein Problem: „Zwei Drittel der Fläche werden bebaut, bei einem Drittel weiß man es nicht“, erklärte er. „Mit einem Bebaungsplan wären wir unangreifbar“, fügte er an. Die Befürchtung: Ohne Überplanung könnte irgendwann in der Zukunft alles Mögliche auf dem Gelände entstehen. Einen weiteren Grund fand Stadträtin Dr. Anna Derday (FW). „Ohne Not brauchen wir keinen Bebauungsplan, gab sie zwar an aber ohne müssen wir uns an der umliegenden Bebauung orientieren und außenrum gibt es nichts vergleichbares“, sagte sie im Hinblick auf den Bauantrag. Man sollte das Gelände überplanen, so dass die gesamte Bebauung aus einem Guss ist, meinte Stadtrat Martin Lochbihler (CSU). Gegen einen Bebauungsplan sprach sich Stadtrat Günther Knauss (Bürgerblock) aus. Er fürchtete ein langes bürokratisches verfahren und zweifelte an der Aussage von Bauamtsleiter Armin Angeringer, dass die Aufhebung des bisher bestehenden Plans in etwa so lange dauern dürfte wie die Aufstellung eines neuen. Stadtrat entscheidet Per einstimmigem Beschluss vertagte der Bauausschuss seine Entscheidung und will sie nun dem Gesamtstadtrat überlassen. „Wir haben im Juli eine Stadtratssitzung, dann können wir Nägel mit Köpfen machen“, erklärte Iacob.

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