Förderung über das kommunale Förder- und Geschäftsflächenprogramm

Sanierung von Häusern: Stadt Füssen bietet Zuschüsse und Beratung an

Stadtentwicklerin Annegret Michler (v.l.), Nadine Hipp von der Füssener Stadtverwaltung und Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU).
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Die Stadtentwicklerin Annegret Michler (links) bietet städtebauliche Beratungen für Interessierte an, die das kommunale Förder- und Geschäftsflächenprogramm der Stadt Füssen in Anspruch nehmen wollen. Das haben die Füssener Stadträte rund um Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht. Ansprechpartnerin im Rathaus ist dafür Nadine Hipp (vorne).
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    VonKatharina Knoll
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Füssen - Interessierte, die am kommunalen Förder- und Geschäftsflächenprogramm der Stadt Füssen teilnehmen wollen, erhalten eine Erstberatung bei Annegret Michler.

Wer sein Haus in der Füssener Innenstadt sanieren möchte, kann auf Zuschüsse hoffen. Denn die Stadt Füssen hat ein kommunales Förder- und Geschäftsflächenprogramm auf den Weg gebracht, das im Rahmen der Städtebauförderung Sanierungsarbeiten unterstützen soll. Was Hausbesitzer dabei alles beachten müssen, darüber berät Annegret Michler. Die Stadtentwicklerin und ehemalige Stadtbaumeisterin steht Interessierten bei den ersten Planungsschritten zur Seite.

„Wir ersetzen nicht den Architekten, der die Baustelle betreut“, erklärt Michler beim Pressetermin am Mittwoch im Füssener Rathaus. Sie und ihr Team seien nur für eine erste Beratung zuständig. Es gehe darum, wie ein Bauherr an das Sanierungsprojekt herangehe, um eine gute Qualität zu erhalten – auch von Seiten der Förderung.

Denn das kommunale Förderprogramm der Stadt unterstützt nur Bauherren, die ihre Häuser in einem der drei städtischen Sanierungsgebiete instand setzen wollen. Darunter fällt die Neu- und Umgestaltung der Fassaden, Türen und Fenster, Verbesserungen an Dächern und Dachbauten sowie die Umgestaltung von Einfriedungen, Außentreppen sowie die Entsiegelung und Begründung von Hofräumen. Auch barrierefreie Zugänge anzulegen, gehört dazu.

Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro

Mit dem Geschäftsflächenprogramm möchte die Füssener Stadtverwaltung dazu beitragen, dass durch die Unterstützung von Um- und Ausbauarbeiten Leerstände in den Gassen der Füssener Altstadt vermieden (davon ausgenommen sind die Reichen- und Ritterstraße) und neue Flächen für den Einzelhandel hinzugewonnen werden. Gefördert werden hier Modernisierungsarbeiten an Fassaden, Schaufenster und Werbeanlagen, barrierefreie Eingänge und Anpassungsarbeiten im Inneren, falls bauliche Missstände vorliegen.

Das große Ziel sei durch eine Verbesserung des Umfeldes Wohnungen und Geschäfte nachhaltig zu stärken, heißt es von Seiten der Füssener Stadtverwaltung.

Insgesamt sind dabei Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro aus dem Kommunalen Förderprogramm und bis zu 10.000 Euro aus dem Geschäftsflächenprogramm möglich. Die Mittel dafür stellt die Stadt Füssen bereit, die jedoch selbst von der Städtebauförderung unterstützt wird. Daneben gibt es aber noch viele andere Fördertöpfe, erklärt Michler.

Beratungsgespräche vor Ort

Die externe Beraterin der Stadt Füssen war elf Jahre lang Stadtbaumeisterin in Landsberg, hat aber auch schon selbst ein Altstadthaus saniert. Aus eigener Erfahrung wisse sie deshalb, „wie man sich dabei manchmal allein gelassen fühlt.“ Beim ersten Beratungsgespräch trifft sich Michler mit den Bauherren vor Ort, um sich das Haus anzuschauen.

Dabei gibt sie unter Umständen auch Verbesserungsvorschläge, an die der Bauherr selbst noch gar nicht gedacht hat. Welche Themen die Beratungsgespräche umfassen, hänge aber vom Haus und Bauherren ab, so Michler. Manchmal gehe es mehr um die Verwaltung, manchmal um die Bautechnik und in anderen Fällen eher um die Planung.

Einmal habe ein Bauherr sie angerufen, weil er mit dem Bescheid von der Denkmalschutzbehörde nichts anfangen konnte. Das habe sie dann abgeklärt. „Für manche ist es schwer, wie die Abläufe beim Denkmalschutz ablaufen. Da gibt es eine große Hemmschwelle“, weiß Michler.

Gestaltungsfibel wird erstellt

Um ein einigermaßen einheitliches Erscheinungsbild im Sanierungsgebiet zu schaffen, hat die Stadt Füssen eine neue Gestaltungsfibel in Auftrag gegeben. Aktuell empfiehlt die Stadt Füssen allen Interessierten, sich vor den Bauarbeiten die Gestaltungssatzung der Stadt zu besorgen und während der Arbeiten den beteiligten Firmen zu überlassen, so dass sich diese an die Vorschriften halten können.

Damit sie auf einem Blick sehen, was von Seiten des Denkmalschutzes beispielsweise bei der Sanierung der Fenster erlaubt ist, möchte die Stadt in Zusammenarbeit mit Michler zudem branchenspezifische Detailblätter zu den einzelnen Themen herausgeben.

Wer Zuschüsse nach dem Kommunalen Förder- und Geschäftsflächenprogramm in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 08362/90 31 50 an Nadine Hipp im Füssener Rathaus oder unter der Telefonnummer 08341/99 76 467 direkt an die Städtebauliche Beraterin Annegret Michler wenden.

„Ein Anruf und der Prozess geht los“, erklärt Hauptamtsleiter Peter Hartl. Die Beratungen finden gebündelt, in einem regelmäßigen Turnus meist am Samstagvormittag statt. „Wir haben bisher sehr gutes Feedback bekommen“, so Hartl.

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