Schleierfahnder haben Fernreisebusse im Visier

Bei Kontrollen am Wochenende werden mehrere mutmaßlich illegale Migranten aufgegriffen

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Mehrere mutmaßlich illegale Zuwanderer greift die Schleierfahndung Pfronten am Wochenende in Füssen auf.

Füssen – Die zunehmenden Kontrollen von Fernreisebussen zahlen sich offenbar aus: Am Wochenende gingen den Beamten der Schleierfahndung wieder mehrere mutmaßlich illegale Migranten ins Netz.

Am Sonntag kontrollierten die Pfrontener Fahnder in Füssen Fernbusse, die nach Italien unterwegs waren. Dabei stellten sie einen 27-jährigern Afrikaner fest, der bereits zwei Tage zuvor kontrolliert und nach Österreich zurückgeschoben worden war. Der Mann hatte sich jedoch in einen Zug gesetzt, der ihn nach Stuttgart brachte. 

Gegen einen ebenfalls kontrollierten 19-jährigen Albaner bestand bereits ein Einreiseverbot. Darüber hinaus war er im Fahndungssystem von verschiedenen Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung unter anderem wegen Diebstahls, Urkundenfälschung und Betrugs ausgeschrieben worden. Ein 23-jähriger pakistanischer Businsasse konnte weder einen Reisepass noch einen Aufenthaltstitel vorlegen. Er hatte bereits in Frankreich und Italien Asyl beantragt. 

Bei einem 51-jährigen Chinesen war die italienische Aufenthaltserlaubnis nicht mehr gültig. Er war 2016 und 2017 bereits wegen illegalen Aufenthalts aufgefallen. Nach der Anzeigenaufnahme durften die Beschuldigten ihre Reise fortsetzen.

Im Bus von Padua nach Stuttgart, den die Schleierfahnder am Freitag in Füssen kontrollierten, saß ebenfalls ein 29-jähriger Afrikaner, der vorgab seine italienische Aufenthaltserlaubnis vergessen zu haben. Als ihn die Beamten wegen des Verdachts illegaler Einreise verhörten, begehrte er Asyl. Nach der Vernehmung schickten ihn die Beamten zu einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. 

Bei einer 36-jährigen Frau, die im Bus von Innsbruck nach Frankfurt saß, stellten die Beamten am Sonntag eine Kleinmenge von Marihuana sicher. Weil sie das Rauschgift aus Österreich mitgebracht hatte, zeigten sie die Beamten wegen Schmuggels von Betäubungsmitteln an.

kb

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